Ohne Jorge Martin: Der Notfallplan von Aprilia steht
Wenn am ersten März-Wochenende die MotoGP-Weltmeisterschaft 2025 beginnt, wird Titelverteidiger Jorge Martin lediglich über ein paar Stunden Erfahrung auf der RS-GP verfügen. Aprilia ringt um Schadensbegrenzung.
Nach dem MotoGP-Finale 2024 stieg Champion Jorge Martin von der Ducati auf die Aprilia RS-GP und hatte am 19. November einen Testtag in Barcelona. Das Jahr 2025 hätte für den 27-Jährigen kaum schlimmer beginnen können: Beim ersten Wintertest in Sepang ging er zweimal auf die Strecke – und stürzte jeweils in der ersten fliegenden Runde! Gesamt hat Jorge in Malaysia vier Runden absolviert, dann lag er im Krankenhaus.
Am vergangenen Freitag, 7. Februar, wurde Martin in der Quiron Dexeus Klinik in Barcelona von Dr. Xavier Mir
Martins Platz nimmt bei den Einstellfahrten in dieser Woche Testfahrer Lorenzo Savadori ein. "Ich bin nicht hier, um meine persönliche Leistung zu verbessern", sagte der Italiener gegenüber SPEEDWEEK.com. "Wir haben ein paar Neuheiten für die Aerodynamik und Elektronik dabei, natürlich wollen wir Verbesserungen erzielen. Ich arbeite aber vor allem für Jorge, und versuche zusammen mit dem Team eine gute Basis für ihn hinzubekommen. Nach dem Shakedown und auch nach der OP war ich in Kontakt mit ihm, nach diesem Test werden wir wieder reden. Es geht ihm gut: Er ist motiviert und will so schnell wie möglich zurückkehren. Er weiß, dass ich für ihn arbeite."
"Es geht nur um die Basis, nicht die Abstimmung", verdeutlichte Savadori. "Das Setup ist bei jedem Fahrer anders und hängt von dessen Stil ab, ich arbeite an den großen Dingen, die dann hoffentlich auch für ihn passen. Ich kenne dieses Motorrad sehr gut. Meine Aufgabe ist, Jorge für das erste Rennen das bestmögliche Bike in die Hände zu geben. Wenn er zurückkommt, wird er während der Rennwochenenden keine Zeit haben, um viele Dinge zu probieren."
Im Sepang-Test landete Marco Bezzecchi in der kombinierten Zeitenliste der drei Tage als bester Aprilia-Fahrer auf dem neunten Platz. Savadori ist dennoch davon überzeugt, dass der Hersteller aus Noale den Rückstand gegenüber Ducati verringern konnte. "Die RS-GP25 ist ein Schritt nach vorne", betonte der 31-Jährige. "Um wie viel, werden wir in den Rennen sehen. Wir halten das Bike für deutlich wettbewerbsfähiger als das letztjährige."
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