Pit Beirer: «Brad Binder ist ein gigantischer Fahrer»
Nach dem zweiten Platz von Brad Binder beim Motegi-GP in Japan gelang KTM die Rückkehr aufs Podest. Rennchef Pit Beirer freute sich auch über Platz 5 von Oliveira.
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Nach den Startplätzen 3 und 8 durch Brad Binder und Miguel Oliveira freute sich das Red Bull-KTM-Werksteam beim GP von Japan auf dem Mobility Resort Motegi über eine prächtige Ausgangslage für das 24-Runden-Rennen. KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer hatte schon in Aragonien vor acht Tagen mit den Startplätzen 10 und 11 eine erste Steigerung zur Kenntnis genommen. Im Rennen waren Binder und Oliveira dort auf den Plätzen 4 und 11 gelandet. Beide KTM-Asse im Qualifying2, das hatte vor Aragón in der Saison 2022 nur selten geklappt – in Mandalika, Portimão und Assen.
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Im Interview mit SPEEDWEEK.com war Pit Beirer nach dem erfolgreichen Japan-GP die Erleichterung anzumerken. Was hatte sich der KTM-Rennchef nach dem Qualifying ausgerechnet? Pit, in Assen und Silverstone waren Brad Binder und Miguel Oliveira ganz vorne dabei, aber KTM musste nach Oliveiras Sieg in Indonesien 13 Rennen lang auf einen Podestplatz warten. Doch der dritte Startplatz gab Hoffnung?
Naja, nachdem wir in letzter Zeit eine gute Rennpace gehabt haben, habe ich auf ein gutes Rennen gehofft. Wir hatten das Gefühl dank dieser Startposition sollte wieder mal ein Podium drinnen sein.
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Dieses Gefühl hatten wir am Sonntagmorgen im ganzen Team. Du musst es jedoch am Ende des Tages auch durchbringen.
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Wir haben mit Brad einfach auch einen gigantischen Fahrer auf unserer Seite. Das hat er in Motegi wieder demonstriert.
Wir sind jetzt alle mal glücklich, denn wir waren längere Zeit nicht auf dem Podium. Das war ein gutes Pay-back für die ganze Mannschaft, die hart daran gearbeitet hat.
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Brad Binder hat gleich in der ersten Kurve die Führung übernommen. Sind da kurz Gedanken an den Sieg aufgekommen? Nein, denn momentan von Siegen zu reden, wäre vermessen. Wir müssen uns jetzt wieder Stück für Stück ans Podium heranarbeiten. Für uns war klar: An unserer Start-Performance gibt es wenig auszusetzen, das haben wir schon mehrmals bewiesen. Es war jetzt keine Überraschung, dass Brad als Führender in die erste Kurve abbiegen konnte. Danke an die Motorenabteilung! Doch dann war die Reifenwahl nicht ganz eindeutig, es gab hinten das ganze Menü von Soft über Medium bis Hard. Unsere erstklassige Reifen-Ingenieurin Andre Cantó hat wieder einmal die richtige Wahl getroffen. Sie hat sich getraut, die Wahl mit dem harten Hinterreifen zu treffen.
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Denn es hat im Grid durch den nassen Samstag und das einzige F1-Trocken-Training am Freitag kein Fahrer Erfahrung mit den Rennreifen gehabt, auf jeden Fall nicht über die lange Sicht. Es war schon klar, dass man am Anfang mit der Wahl "hart-hart" schon höllisch aufpassen muss, bis die Reifen richtig warm sind. Aber es ist alles gut gegangen. Es war definitiv unser ganz großes Ziel, diese Woche am Podium zu stehen, nachdem wir es in Aragón um zwei Zehntel verpasst haben. Dass am Ende aus Platz 3 noch Platz 2 wurde, war in der letzten Runde ein reines, geniales Brad-Binder-Manöver. Das hat uns natürlich gewaltig gefreut. Brad Binder hat am Donnerstag noch gezweifelt, ob Motegi mit den langsamen Kurven gut zur KTM passt. Aber das Motorrad funktioniert jetzt auf unterschiedlichen Strecken wie Aragón und Motegi deutlich besser als oft in den letzten Monaten. Diese erwähnten Schwächen haben wir als ganz brutales Ergebnis von Spielberg mit nach Hause genommen. Wir haben dann in den folgenden Wochen unseren Fokus draufgelegt.
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Beim Test in Misano gab es bereits Updates. Wir haben uns auf diesem Gebiet mit Sicherheit verbessert. Das war unser Ziel. Das hat funktioniert. Es ist wichtig, wenn wir nach vorne schauen, dass wir jetzt auf unterschiedliche Strecken gut performen. MotoGP-Ergebnis, Motegi (25. September): 1. Miller, Ducati, 24 Rdn in 42:29,174 min 2. Brad Binder, KTM, + 3,409 sec 3. Martin, Ducati, + 4,136 4. Marc Márquez, Honda, + 7,784 5. Oliveira, KTM, + 8,185 6. Marini, Ducati, + 8,348 7. Viñales, Aprilia, + 9,879 8. Quartararo, Yamaha, + 10,193 9. Bastianini, Ducati, + 10,318 10. Bezzecchi, Ducati, + 16,419 11. Zarco, Ducati, + 16,586 12. Pol Espargaró, Honda, + 17,456 13. Alex Márquez, Honda, + 18,219 14. Morbidelli, Yamaha, + 19,012 15. Crutchlow, Yamaha, + 19,201 16. Aleix Espargaró, Aprilia, + 25,473 17. Di Giannantonio, Ducati, + 27,006 18. Raúl Fernández, KTM, + 29,374 19. Gardner, KTM, + 29,469 20. Nakagami, Honda, + 43,294 – Bagnaia, Ducati, 1 Runde zurück – Rins, Suzuki, 10 Runden zurück – Darryn Binder, Yamaha, 10 Runden zurück – Tsuda, Suzuki, 13 Runden zurück – Nagashima, Honda, 15 Runden zurück
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