Q1, Le Mans: Marc Marquez antwortet mit Rekordfahrt, Quartararo weiter
Auf trockener Piste ging es um zwei weitere Plätze für das Q2. Bei Top-Bedingungen zogen Marc Marquez und Fabio Quartararo nach. «MM93» mit neuem Streckenrekord – Jonas Folger startet von 22.
Der große Favorit der ersten Qualifying-Sitzung am Samstagmorgen war schnell gefunden: Marc Marquez. Der Weltmeister kämpfte zum Auftakt des Le-Mans-GP und litt im entscheidenden Moment des Zeittrainings unter dem Sturz seines Boxennachbarn. Unter gelber Flagge blieben dem Champion eine Verbesserung und der direkte Q2-Einzug verwehrt.
Ebenfalls gute Karten sollte Honda-Pilot Luca Marini haben, der das Klassement der Königsklasse nach dem FP1 angeführt hat. Aus Sicht des französischen Fanmeeres konnte es aber nur Yamaha-Pilot Fabio Quartararo sein – auch weil «El Diablo» im FP2 mit der Bestzeit überzeugt hatte. Nicht zu vergessen auch Raul Fernandez und der zuletzt immer besser in Schuss gekommene Enea Bastianini aus der französischen Tech3-Mannschaft.
Auch aufgrund der sehr minimalen Zeitabstände – nie zuvor lagen in einem Zeittraining die Top 10 enger beisammen – erwarteten die Fans bereits im Q1 eine große Schlacht. Sie wurden nicht enttäuscht.
Noch vor den ersten gezeiteten Runden Aufregung bei Tech3, denn Enea Bastianini war in der ersten Schikane gestürzt. «La Bestia» eilte zurück in die Box. Nach dem Schlagabtausch auf weichen Reifen hatte Marc Márquez ein Ausrufezeichen gesetzt – 1:29,988 min. Damit war der Champion zunächst schneller als Raul Fernandez, Franco Morbidelli und Diogo Moreira.
Doch nur 90 Sekunden später war Marc Márquez wieder aus dem Spiel. Erst zog Raul Fernandez, dann zum Jubel der Fans Fabio Quartararo vorbei. Der Zeitabstand zwischen den Top 3: 0,016 sec. Sechs Minuten vor Schluss ging es zur finalen Attacke. Marc Márquez fand zu noch einmal zurück – im ersten Anlauf unterbot «MM93» die Bestzeit um über vier Zehntel. Nie zuvor war ein Motorrad schneller in Le Mans – 1:29,288 min! Damit war Fernandez wieder aus dem Q2-Rennen.
An der Spitze konnte niemand dagegenhalten. Marquez und Fabio Quartararo zogen ins Q2. Dahinter Fernandez, Marini, Morbidelli und der starke Toprak Razgatlioglu, der sich bei seinem ersten Le-Mans-Einsatz Startplatz 16 holte.
Wenig überraschend konnte Ersatzpilot Jonas Folger nicht an der Spitze mitfahren. Der Bayer nutzte die 15 Minuten als weiteres Training. Sehr respektabel die Rundenzeit des Tech3-Piloten: 1:31,826 min. Damit war Folger 2,538 sec langsamer als Marc Marquez.
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