Toprak sieht Fortschritt: «Bin nicht in meinem Superbike-Stil gefahren»
Toprak Razgatlioglu beendete das MotoGP-Zeittraining in Le Mans auf Rang 20. Mit der Strecke tut er sich noch schwer. Was er von Ai Ogura gelernt hat und welches Ziel er sich für Samstag gesetzt hat.
MotoGP-Rookie Toprak Razgatlioglu (Yamaha) hatte einen schwierigen ersten Tag in Le Mans. Im FP1 landete er auf dem vorletzten Platz. Auf Honda-Pilot Luca Marini, der am Freitagvormittag der Schnellste war, hatte er über 1,7 sec Rückstand. Nur Jonas Folger (KTM Tech3), der seit fast drei Jahren kein MotoGP-Rennwochenende mehr bestritten hatte, war langsamer als der Pramac-Pilot.
Im Zeittraining am Nachmittag lief es auch nicht viel besser. Die wichtige Session, in der es um den direkten Einzug ins Q2 ging, beendete Toprak mit über 1,4 sec Rückstand auf dem 20. Platz. «Es ist meine eigene Schuld. Es ist nicht einfach, weil ich immer noch versuche, die Strecke vollständig zu verstehen. Gleichzeitig war ich überrascht, wie nah beieinander hier alle sind.»
Im Zeittraining lagen 19 Fahrer innerhalb von 0,8 sec. «Ich bin einige Runden im unteren 1:31er-Bereich gefahren, aber mein Ziel ist es, am Samstag in die 1:30er-Marke zu kommen. Ich lerne die Strecke immer noch kennen und versuche gleichzeitig, mich am Limit zu bewegen. Ich muss mich Schritt für Schritt in jedem Bereich verbessern», gab der Türke die Richtung für den Samstag vor.
Als bester Yamaha-Pilot landete Alex Rins mit 0,288 sec Rückstand auf Rang 8. Der Spanier schaffte damit den direkten Einzug ins Q2. Rins hat bewiesen, dass die neue V4-M1 auf dem Bugatti Circuit gut funktioniert. Jack Miller war auf Platz 15 zu finden, Fabio Quartararo beendete das Zeittraining auf Position 17. «Alex hat heute mit der Yamaha wirklich gute Arbeit geleistet und Jack war ebenfalls sehr stark, also muss ich weiterarbeiten. Ich muss zugeben, dass ich die erste Kurve noch nicht ganz verstehe», grübelte Toprak.
Die MotoGP-Linien lernen
Der dreifache Superbike-Weltmeister meinte im Vorfeld des Frankreich-GP in dieser Woche, dass es ihm auf einer Strecke, auf der er noch nie gefahren sei, leichter fallen würde, nicht in alte Gewohnheiten zurückzufallen. «Positiv ist, dass ich heute nicht mehr in meinem Superbike-Stil gefahren bin. Ich bin eine Weile hinter Ogura hergefahren und habe mich darauf konzentriert, die MotoGP-Linien und den Kurveneingang zu verstehen», erklärte der 29-Jährige. «In einigen Kurven waren wir uns ziemlich ähnlich, aber am Gas hatte er im Vergleich zu mir einen klaren Vorteil bei der Beschleunigung. Ich versuche immer noch herauszufinden, welche Linien hier am besten funktionieren, am Samstag muss ich noch einen Schritt weiterkommen, denn ich möchte eine Rundenzeit von 1:30 min fahren.»
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