Alex Marquez: Identische Rundenzeit wie Bagnaia, mit anderer Aerodynamik
Vizeweltmeister Alex Marquez hielt sich in Le Mans bislang nur scheinbar im Hintergrund. Am Ende fand sich «AM73» in unmittelbarer Nähe zur Bestzeit und auf Augenhöhe mit Pecco Bagnaia wieder.
Gresini-Ducati-Pilot Alex Marquez rückt in Le Mans mit dem technischen Letztstand von Ducati Corse aus. Interessant wie außergewöhnlich: Corse-Manager Davide Tardozzi verriet während des wichtigen Zeittrainings, dass sich im Ducati-Lager nur Alex Marquez und Fabio Di Giannantonio für das neu entwickelte Aero-Paket der GP26 entschieden haben. Die eigentlichen Stars des Projekts aus Bologna – Weltmeister Marc Marquez und Francesco Bagnaia – entschieden sich dagegen und werden mit bekannten Aero-Lösungen aus 2025 in die nächsten Wettfahrten gehen.
Umso bemerkenswerter: Am Ende des einstündigen Zeittrainings waren Alex Marquez und Pecco Bagnaia mit den verschiedenen Spezifikationen identisch schnell. Für beide Piloten wurde eine 1:30,045 min notiert. Alex Marquez fuhr damit als Vierter sicher ins Q2. Zugleich war der Spanier damit rund zwei Zehntel schneller als im Vorjahr, während die Spitzenzeit des Bruders aus dem Zeittraining 2025 nicht verbessert wurde. Insgesamt rückte das Feld enger zusammen. Zur Bestmarke von Volksheld Johann fehlten 0,138 sec.
Noch höheren Stellenwert bekommen die Zeiten des Gresini-Piloten mit den Aussagen des Piloten – der haderte mit der Piste: «Also – besser ist die Strecke in meinen Augen nicht. Die Haftung ist etwas schlechter als im Vorjahr. Möglich, dass sich das aber noch verbessert. Ich habe das Gefühl, hier war zuletzt extrem viel Betrieb auf der Piste, auch mit Autos, entsprechend ist der Zustand.»
Alex Marquez weiter und Blick auf das anstehende Qualifying: «Unser Speed ist in Ordnung und ich hoffe, dass wir damit einen Platz in den ersten beiden Reihen erwischen. Das wäre wirklich wichtig – auch weil sich mit Regen am Sonntag vieles ändern kann. Es wird ab jetzt auf volle Konzentration ankommen.»
Marquez, der nach einem sehr durchwachsenen Saisonstart vor dem Sprint in Le Mans einen Zähler hinter Raul Fernandez und vier Punkte hinter Bruder Marc auf Rang 7 liegt, ist zudem kein allzu großer Fan der Piste: «Das Layout von Le Mans passt nicht so gut zu meinem Stil. Ich habe hier Probleme mit dem Einlenken, aber auch die Haftung ist nicht gut. Vor allem im ersten Training hatte ich damit zu kämpfen.» Klagen auf hohem Niveau: Im FP1 fehlten dem Sieger des letzten GP-Rennens vor knapp zwei Wochen in Jerez auf Platz 7 weniger als eine halbe Sekunde auf die Bestzeit. Mit «AM73» wird zu rechnen sein.
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