Red Bull KTM Tech3: Neue Chefs, viel Bekanntes für die MotoGP-Saison 2026
Nach einem zerfahrenen Rennjahr 2025 nimmt Tech3 den nächsten Versuch, um mit KTM an die Spitze der MotoGP zu kommen. Die Piloten sind bekannt sind, doch an der Spitze hat sich fast alles verändert.
2026 ist für das französische Tech3-Team Jahr 37 in der Motorrad-Straßenweltmeisterschaft – und zugleich Jahr 1 nach der größten Veränderung in der Teamgeschichte. Denn im vergangenen Sommer wurde der
Damit ist auch gleich die wesentlichste Änderung für 2026 besprochen. Während Poncharal die Rolle des Teamchefs und Inhabers in Personalunion ausübte, wurden die Verantwortlichen nun getrennt. Günther Steiner kümmert sich mit seinem Investoren-Konsortium um die Zukunft des Traditionsrennstalls aus Südfrankreich –
So lag es nun an Teamkamerad Goyon, den Ball in das MotoGP-Spielfeld zu bringen. Bei der ausschließlich online abgehaltenen Präsentation sagte das Tech3-Eigengewächs in seiner Funktion als Teammanager von Red Bull KTM Tech3: «2025 war ein emotionales Jahr. Wir hatten einige große Höhepunkte und leider auch einige Tiefpunkte in der Saison, aber das gehört zu diesem Sport dazu. Wir haben diese Zusammenarbeit mit KTM im Jahr 2019 begonnen, und ich muss sagen, dass uns das Werk seitdem immer mehr unterstützt hat. 2025 war die Saison, in der wir mehr denn je davon profitiert haben.
Der Franzose ergänzt: «Beide Teams haben sich auf dem gleichen Niveau weiterentwickelt. Jetzt freuen wir uns sehr auf die Zusammenarbeit mit unserem neuen Management. Ich habe wirklich das Gefühl, dass wir für diese neue Saison, diese neue Ära, gut vorbereitet sind. Insgesamt bin ich also gespannt auf diese neue Herausforderung.»
Die großen Konstanten hingegen sind vertraut. Auch im letzten Jahr der MotoGP-Ära mit 1000 ccm stehen KTM und Tech3 für den engstmöglichen Schulterschluss. Sinnbild ist das auch weiterhin nahezu identische Erscheinungsbild der vier RC16 aus Munderfing. Ein weiterer offizieller visueller Unterschied: Während auf den Bikes von Acosta und Binder nun Sticker von Langzeit-Schmiermittelpartner Motorex sichtbar sind, setzt Tech3 weiterhin auf den französischen Hersteller Motul.
Red Bull bleibt unbestritten der wichtigste Partner des Projekts aus Österreich, das 2026 den zehnten Anlauf auf den Thron im Straßenrennsport nimmt Dass KTM Stehvermögen hat, zeigt das Paradebeispiel „Dakar“. Es brauchte elf Versuche, um die Königin des Rallye-Sports zu gewinnen.
Entscheidende Mithilfe für die Saison 2026 sollen auch die beiden Tech3-Piloten leisten. Im vergangenen Jahr taten sich die beiden Neuzugänge Maverick Viñales und Enea Bastianini anfangs schwer, sich auf die RC16 einzustellen. Dennoch konnten sie einige Achtungserfolge erzielen. Vor allem «Top Gun» ließ sein Potenzial bis zu seinem folgenschweren Crash auf dem Sachsenring, bei dem er sich verletzte, mehrfach aufblitzen und auch Bastinaini brachte seine RC16 immerhin einmal aufs Podium. Das Kaliber beider Athleten ist unbestritten und kein Team verfügt über mehr Routine.
Vom 3. bis 5. Februar treffen die Tech3 nicht nur auf die Kollegen Acosta und Binder. Beim wichtigen Sepang-Test geht es um die wichtige Standortbestimmung und den bestmöglichen Start in eine außergewöhnliche Saison – bei der es auch für beide Tech3-Piloten um neue MotoGP-Verträge für 2027 geht.
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