Regen in Barcelona: Pedro Acosta blieb an der Spitze, der GP-Sieger fehlte
Nach drei Stunden hatten die Piloten genug vom Circuit de Catalunya. Regen hatte eingesetzt. Auch wenn die Piste noch einmal trocknete, der Nachmittag brachte keine neuen Erkenntnisse und Bestzeiten.
Der letzte offizielle Testtag der MotoGP mit der bestehenden Technik-Basis (1000 ccm, Michelin-Reifen) litt auch unter den Nachwehen des extrem ereignisreichen GP-Events am Vortag. Abgesehen vom während des GP-Wochenendes fehlenden Marc Márquez mussten verletzungsbedingt drei weitere Spitzenpiloten das Test-Handtuch werfen. Wenig überraschend nicht im Fahrerlager waren Alex Marquez und Johann Zarco und auch der GP-Sieger aus Italien, Fabio Di Giannantonio, sah sich mit einer Handverletzung nicht in der Lage, einen produktiven Testtag abzuspulen.
Zunächst war auch ein Fernbleiben von Pedro Acosta zu befürchten. Doch der KTM-Pilot zeigte sich am späten Vormittag auf der Strecke und war schnell zur Stelle. Acostas 1:38,7 min bestätigte die körperliche Unversehrtheit. Die Bestmarke hielt bis zum Ende des Tests, denn der um 13 Uhr einsetzende Regen bedeutete für das gesamte Feld: Rückzug aus Barcelona. Zwar wurde die Strecke wieder freigegeben, doch als der knapp 4,7 km lange Kurs wieder abgetrocknet war, hatte die Elite der Motorrad-WM das Fahrerlager bereits verlassen.
Wenig überraschend wurden im technischen Ausklang der aktuellen 1000er-Ära so gut wie keine Neuteile und keine revolutionären Updates an den Prototypen gesichtet. Für die Teams ging es im Schwerpunkt um ein noch tieferes Verständnis der Abstimmungsmöglichkeiten mit den zuletzt homologierten Spezifikationen.
Entsprechend standen keine Rekordfahrten auf der Agenda. Alle Hersteller verkniffen sich auch nach dem verlustreichen Catalunya-GP riskante Zeitenjagden. Gebummelt wurde aber nicht. Die Zeit von Pedro Acosta lag eine volle Sekunde unter der besten Rennrunde im GP von Di Giannantonio und auf gleichem Niveau wie Acostas Bestmarke im Zeittraining. Bemerkenswert: Mit Enea Bastianini auf Platz 3 und Maverick Vinales auf 4 blieb KTM stärkste Fraktion.
Angezählt die Aprilia-Werksmannschaft. Während Marco Bezzecchi den Vormittag gut nutzte, ging es für Jorge Martin erneut zu schräg zu. Martin kam auch bei Sturz 6 ohne Brüche davon, dürfte also ohne körperliche Einbußen in Mugello antreten.
Beachtlich die Leistung von Honda-Rookie Diogo Moreira, der beim Test schneller war als Italiens MotoGP-Elite mit Pecco Bagnaia und Marco Bezzecchi. Moreira fand nach 41 Runden nicht nur Beständigkeit, sondern auch Speed. Mit 1:39,2 min war er schneller als im Qualifying. Anzumerken ist, dass alle Piloten bestätigten, dass der Kurs am Montagvormittag die meiste Haftung bot.
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Pedro Acosta (E)
KTM
1:38,767 min
2.
Fabio Quartararo (F)
Yamaha
+0,064 sec
3.
Enea Bastianini (I)
KTM
+0,117
4.
Maverick Vinales (E)
KTM
+0,190
5.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+0,240
6.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,294
7.
Fermin Aldeguer (E)
Ducati
+0,316
8.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+0,361
9.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+0,487
10.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,552
11.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+0,792
12.
Brad Binder (ZA)
KTM
+0,855
13.
Alex Rins (E)
Yamaha
+0,995
14.
Luca Marini (I)
Honda
+1,076
15.
Joan Mir (E)
Honda
+1,090
16.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
+1,176
17.
Jorge Martin (E)
Aprilia
+1,225
18.
Augusto Fernandez (E)
Yamaha
+1,257
19.
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
+1,285
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