KTM-Pilot Pedro Acosta (1.) über Barcelona-Test: «Zum Glück war er kurz!»
Pedro Acosta (KTM) fuhr beim MotoGP-Test in Barcelona die schnellste Zeit. Viel gab es mit der RC16 am Montag nicht zu testen. Wie der Spanier seine Chancen im Titelkampf einschätzt.
Nach Pole-Position und Rang 2 im Sprintrennen war Pedro Acosta im Grand Prix am Sonntag auf Kurs, um erneut ein gutes Ergebnis einzufahren – bis er in der letzten Kurve von Aprilia-Pilot Ai Ogura abgeräumt wurde. Vor den Augen von KTM-CEO Gottfried Neumeister lag er mit seiner RC16 im Kies und ging leer aus. Nach dem Grand Prix meinte der Spanier, dass man nach all den schockierenden Ereignissen das Rennen nicht zum dritten Mal starten hätte sollen.
Am Montag stand dann in Barcelona der MotoGP-Test an. War er immer noch wütend wegen dem Sonntag? «Nein, ich war gestern nicht wütend. Ich meine, es gibt Dinge, die einfach nicht passieren dürfen, das ist alles», meinte er knapp.
Im Rennen fiel Acosta in den letzten Runden zurück, weil seine Reifen am Ende waren. «Es ist schwer zu verstehen, warum ich so sehr zu kämpfen hatte. Denn im ersten Rennen mit dem Medium-Reifen, mit dem ich letztes Jahr so Probleme hatte, funktionierte es eigentlich ganz gut, und es sah so aus, als hätte ich den Reifen für das Ende des Rennens wirklich gut geschont. Es ist schwer zu verstehen, wie sich ein Reifen vom ersten bis zum letzten Start des Tages so stark verändern kann.» Hatte er mit dem Hinter- oder dem Vorderreifen mehr Probleme? «Mit beiden!»
Acosta: «Es gab nicht viel auszuprobieren»
Beim Test am Montag nutzten die Fahrer den Vormittag, als es trocken war. Nach dem Mittag kam der Regen und es ging niemand mehr auf die Strecke. Acosta drehte 28 Runden und war mit 1:38,767 min der Schnellste. War er zufrieden mit dem kurzen Test? «Zum Glück war er kurz. Ich meine, es gab nicht viel auszuprobieren. Wir haben nur an ein paar Motor-Mappings und am Setup des Motorrads gearbeitet. Nichts Großartiges, aber es sieht so aus, als hätte alles ganz gut funktioniert. Mal sehen, was wir in Mugello erreichen können», lautete die Zusammenfassung von Acosta.
«Es war klar, dass wir hier nicht viele Dinge ausprobieren werden – mit dem Wissen, dass es der letzte Test mit den 1000-ccm-Motoren war», erklärte Acosta. «Wir müssen so weitermachen wie bisher. Aber es scheint, als wäre ich in den letzten paar Rennen ziemlich konkurrenzfähig gewesen.»
Glaubt Pedro Acosta, dass er mit diesem Motorrad derzeit das Zeug dazu hat, bis zum Ende der Saison um die Meisterschaft mitzukämpfen? «Nein», lautete die klare Antwort des 21-Jährigen.
Ergebnisse MotoGP-Test, Barcelona (18.5.):
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Pedro Acosta (E)
KTM
1:38,767 min
2.
Fabio Quartararo (F)
Yamaha
+0,064 sec
3.
Enea Bastianini (I)
KTM
+0,117
4.
Maverick Vinales (E)
KTM
+0,190
5.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+0,240
6.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,294
7.
Fermin Aldeguer (E)
Ducati
+0,316
8.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+0,361
9.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+0,487
10.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,552
11.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+0,792
12.
Brad Binder (ZA)
KTM
+0,855
13.
Alex Rins (E)
Yamaha
+0,995
14.
Luca Marini (I)
Honda
+1,076
15.
Joan Mir (E)
Honda
+1,090
16.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
+1,176
17.
Jorge Martin (E)
Aprilia
+1,225
18.
Augusto Fernandez (E)
Yamaha
+1,257
19.
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
+1,285
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