Späte Niederlage: Bagnaia verlor den Sieg neun Kurven vor der Zielflagge
Pecco Bagnaia (Ducati) sah lange wie der sichere Sieger des Austin-MotoGP-Sprints aus. Doch im Finale musste er sich seinem alten Rivalen Jorge Martin beugen. Bagnaia gratulierte dem «Martinator».
Der seit langem weit abseits der Bestform agierende Pecco Bagnaia erlebte in Texas einen hocherfreulichen Samstag. Der Ducati-Pilot konnte den erhofften Speed-Schritt von Freitag auf Samstag machen, was für den aussichtsreichsten Startplatz 4 im Q2 reichte. Von dort ging es schnell noch weiter voran.
Schon aus der ersten Runde kehrte die Nummer als Spitzenreiter zurück. Während Teamkollege Marc Márquez seinen Landsmann Fabio Di Giannantonio zum Sturz zwang, hatte Bagnaia das Kommando von Pedro Acosta übernommen. Von dort zog der Vorjahressieger unbeirrt seine Bahnen, der Vorsprung auf die ständig wechselnden Verfolger wuchs zehntel um zehntel und maximal auf gut 1,6 sec.
Und doch reicht es knapp nicht zu einem erneuten Triumph auf dem Circuit of the Americas. Bagnaia hätte den Sprint ungefährdet nach Hause gebracht, wenn nicht der bestens bekannte Rivale der Jahre 2023 und 2024 den längeren letzten Atemzug gehabt hätte. Martin hatte sich anders als Bagnaia für den Medium-Hinterreifen entschieden. Das reichte, um die rote Werks-Ducati am Ende der langen Geraden und rund zwei Kilometer vor der Zielflagge auf der Bremse zu knacken.
Zerknirscht war Francesco Bagnaia nur kurz, dann überwog die Freude über den Erfolg des besten Ducati-Piloten. «Wenn man bedenkt, dass es eine große Aufgabe war und ist, dieses Motorrad komplett zu verstehen, dann haben wir besonders heute etwas sehr Gutes geleistet. Wir haben das Tempo erhöht und ich konnte sehr lange genauso fahren, wie ich es wollte, das war ein sehr gutes Gefühl.»
Pecco Bagnaia auch mit Platz 2 happy
Bagnaia weiter: «Vier Runden vor Schluss stiegen die Vibrationen vom Hinterreifen her, das war die Quittung für den Speed zu Beginn, dadurch war ich am Ende machtlos. Ok, wir haben das Rennen verloren, aber ich kann mich sehr über Platz 2 freuen. Mehr war einfach nicht zu erwarten, es war der Abschluss eines guten Tags mit guter Arbeit – ich bin happy!»
Und was sagte der beste Ducati-Pilot im Ziel zum doch harten und entscheidenden Manöver des Martinators? «Ich habe nichts dagegen einzuwenden, das war fairer Rennsport. Jorge hat von uns allen am härtesten gearbeitet. Er hat einen sehr starken Sprint gefahren – und sie haben die richtige Entscheidung getroffen. Ich kann ihm nur dazu gratulieren.»
Der Sprint in Texas wirbelte die Tabelle in der MotoGP-WM wieder durcheinander. Während Bagnaia-Bezwinger Martin zum Lohn neuer Spitzenreiter ist, verbesserte sich Ducati-Pilot Bagnaia auf Platz 8. Damit liegt er vor Alex Marquez, aber hinter den gestürzten Fabio Di Giannantonio (4.) und Marc Marquez (6.).
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