Tom Lüthi (Honda): «Ich habe noch den Moto2-Fahrstil»
«Ich brauche noch Testtage, Runden und Kilometer», sagt der Schweizer MotoGP-Rookie Tom Lüthi. «Ich muss wegen der enormen MotoGP-Power sanfter fahren und den Fahrstil ändern.»
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Nach Platz 21 am Freitag rutschte Tom Lüthi auf der Honda RC213V des Marc VDS-Teams am Samstag auf Platz 22 zurück, sein Rückstand vergrößerte sich von 1,9 auf 2 Sekunden.
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Eine ungewohnte und ungemütliche Situation für den Moto2-Vizeweltmeister von 2016 und 2017, dessen Teamkollege Franco Morbidelli rund 0,8 sec schneller fuhr. Das Ziel war laut Crew-Chief Gilles Bigot, ein besseres Verständnis für das Motorrad zu finden und abzuklären, wie die 1000-ccm-Honda auf Set-up-Änderungen beim Chassis und bei der Elektronik reagiert.
"Unser Ziel war, heute mit demselben Gefühl zu beginnen, mit dem wir den ersten Tag beendet haben. Dann wollten wir das Feeling verbessern und aufbauen. Es war ein recht positiver Tag. Ich konnte einigen Piloten nachfahren, das war recht interessant", erklärte MotoGP-Rookie Lüthi. "Ich arbeite immer noch an meinem Fahrstil und versuche unterschiedliche Linien. Dann haben wir das Set-up umgebaut und andere Reifen probiert, damit wir sehen, welche Effekte wir damit erzielen. Manchmal war es ein bisschen frustrierend für mich, weil uns keine großen Fortschritte gelungen sind. Aber insgesamt haben wir doch einiges gelernt."
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Tom Lüthi muss sich zuerst daran gewöhnen, dass er in der MotoGP bei den Reifen eine wesentlich größere Auswahl hat als in der Moto2-WM. Dazu muss er sich mit dem umfangreichen Elektronik-Paket von Magneti Marelli anfreunden.
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"Ja, die Anforderungen sind gestiegen", sagt der Schweizer. "Es fällt mir auch noch schwer, die unterschiedlichen Reifenmischungen richtig zu verstehen. Außerdem arbeite ich noch daran, mit der doppelten Motorleistung so richtig fertig zu werden und sie richtig auszunutzen. Ich muss die Power besser kontrollieren, aber es wird immer normaler für mich, diese Kraft auf den Boden zu bringen. Ich steige jetzt beim Beschleunigen immer mehr auf die Hinterradbremse, damit das Hinterrad weniger durchdreht. Aber es gibt viel zu lernen. Es gab heute Phasen, wo die Maschine nervös wurde, weil die Elektronik zu viel Motorleistung freigab. So konnte ich die Kraft nicht ordentlich kontrollieren. Das sind Punkte, auf die ich mich konzentriere, damit ich morgen einen saubereren Fahrstil hinbekomme. Ich habe jetzt so viel Kraft, also muss ich dieses Motorrad sanfter bewegen. Das ist sicher. Du rollst mehr in die Kurven rein, du spielst mit der Hinterradbremse, das ist alles anders als in der Moto2. Ich darf das Gas nicht mehr so abrupt aufdrehen. Ich habe noch zu sehr den Moto2-Fahrstil drauf. Die Umstellung dauert Tage und beansprucht viele Runden. Das sanftere Fahren ist ein klares Ziel. Wie gesagt: Ich muss geduldig bleiben. Auch wenn es schwerfällt."
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