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Zarco-Update vom Teambesitzer: «Johann kommt in voller Stärke zurück»

Beim Großen Preis von Catalunya vor drei Wochen zog sich LCR-Honda-Pilot Johann schwere Verletzungen zu. Teambesitzer Lucio Ceccinello ist dennoch zuversichtlich – und setzt weiter auf Cal Crutchlow.

Im Artikel erwähnt

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Johann Zarco hatte riesiges Glück – und kam dennoch nicht ohne Verletzungen davon. Zarco war kurz nach dem Neustart des GP-Rennens auf dem Kurs von Barcelona in der Anbremsphase gestürzt und ins Bike von Ducati-Pilot Pecco Bagnaia gekracht. Dort verfing sich der Franzose im Heck der Desmosedici. Die Bilder des Unfalls waren schockierend. Man konnte niemandem verübeln, der in diesem Moment die Karriere von Johann Zarco für beendet hielt.

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Bei dem Unfall zog sich Frankreichs MotoGP-Ikone eine schwere Knieverletzung zu. Im linken Bein wurde der gesamte Bandapparat zerfetzt, dazu ging das Wadenbein zu Bruch. Wie auf SPEEDWEEK.com berichtet, verhinderte zudem eine Verbrennung einen zeitnahen operativen Eingriff. Noch ohne OP wurde Zarco vorübergehend entlassen.

Auch wenn mit einer baldigen Rückkehr des ältesten MotoGP-Piloten nicht zu rechnen ist, ist die Stimmung bei Zarcos Teamboss alles andere als niedergeschlagen. Im Vieraugengespräch berichtete Lucio Cecchinello durchaus hoffnungsvoll über den Stand der Dinge.

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Johann Zarco vor einer Knie-Transplantaion

«Ich bin selbst mit dem Kniespezialisten in Kontakt, der sich um Johann kümmert. Er könnte nicht in besseren Händen sein. Sein Arzt ist eine Koryphäe, der erste Mediziner weltweit, der eine Transplantation des kompletten Bandapparates durchgeführt hat Es ist eine wegweisende Methode, bei der sämtliche Bänder ersetzt werden und so eine vollständige Wiederherstellung ermöglichen – auch bei Profisportlern», so der Italiener.

Cecchinello mit der wichtigen Botschaft: «Stand heute, vor der Operation, wurde mir versichert, dass Johann zu 100 Prozent wieder genesen kann. Es muss noch gewartet werden, bis der Eingriff stattfinden kann. Wenn das erfolgt und Johann ein «neues Knie» hat, kann mit der Therapie begonnen werden. Man geht hier von einer Basistherapie von rund zwei Monaten aus, danach muss man weitersehen.»

Der LCR-Teameigner berichtete weiter: «Der gleiche Eingriff für einen Profi-Skifahrer würde rund 8–10 Monate Reha bedeuten, bei einem Profi-Fußballer zirka 6–8 Monate. Die Belastungen bei einem MotoGP-Piloten sind andere Es gibt heute keine klaren Zeitprognosen, aber Johann wird mindestens noch drei Monate fehlen – auf der anderen Seite gehen wir mit dem Wissen, das wir heute haben, fest davon aus, dass wir Johann im späteren Teil der Saison wieder auf dem Motorrad sehen werden. Auch MotoGP-Chefmediziner Dr. Charte ist in den Prozess eingebunden. Dazu kommt: Johann ist extrem motiviert, er will und wird wieder in voller Stärke zurückkehren.»

Cal Crutchlow weiter an Bord

Seit dem Mugello-Event sitzt Veteran Cal Crutchlow auf der Honda von Johann Zarco. Und auch bei den kommenden Veranstaltungen wird man mit dem Briten weitermachen. Cecchinello zu den Hintergründen: «Wir setzen in unserem Team Werksmaschinen von Honda ein, also müssen wir unsere Planungen gemeinsam mit Honda machen. Hondas erster Kandidat wäre Aleix Espargaro gewesen, der aber aktuell ebenfalls noch verletzt ist. Auch Taka Nakagami wäre eine Option. Doch Honda will das Risiko nicht eingehen, dass sich Taka bei einem MotoGP-Event verletzt und so den wichtigen Entwicklungsprozess des 850er-Projekts gefährdet.»

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Damit nicht genug. Cecchinello weiter: «Honda hat auch Superbike-Werksfahrer. Doch auch sie sind aktuell nur bedingt einsatzfähig und es wäre fragwürdig, in der jetzigen Situation Jake Dixon oder Chantra einer Doppelbelastung auszusetzen. Eine weitere Option wäre der Einsatz eines Moto2-Piloten. Aber ehrlich gesagt, fällt auch das aus. Denn damit würden wir womöglich eine Karriere zerstören. Der Pilot müsste jetzt wechseln – und wäre nach der Rückkehr von Johann wieder arbeitslos. So etwas machen wir nicht.»

«Also haben wir nach einem ehemaligen Fahrer mit einem starken Bezug zu unserem Team gesucht – und ihn mit Cal gefunden. Abgesehen von der schönen gemeinsamen Geschichte geht es aber auch um den Sport. Es gibt aktuell keine Erwartungen. Aber wir wollen Cal weiter dabei haben und wir glauben auch daran, dass er mit mehr Runden dem Feld immer näherkommt – und womöglich auch mal die eine oder andere Position gutmacht.»

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