Donington, Rennen 1: Herrera räumt Neila ab und bekommt Stinkefinger
Maria Herrera siegte in Lauf der WorldWCR in Donington und sorgte für die Vorentscheidung in der WM. Nach einer Berührung mit Beatriz Neila erhielt sie eine doppelte Long-lap. Neila war stinksauer.
Das Event in Donington Park ist das fünfte von sechs Rennwochenenden der Women's Circuit Racing World Championship 2026. Vor den Rennen in England führte Maria Herrera die Gesamtwertung mit 181 Punkten vor ihrer Landsfrau Beatriz Neila (157) an. Somit könnte nach den beiden Läufen in England bereits die Weltmeisterin feststehen.
WM-Leaderin Maria Herrera erzielte im Qualifying am Freitag in Donington die Pole-Position. Sie war um über eine halbe Sekunde schneller als Beatriz Neila (2.). Paola Ramos komplettierte die erste Startreihe in Lauf 1 am Samstag. Die zweite Reihe bildeten Tayla Relph, Yvonne Cerp und Astrid Madrigal. Die Deutsche Lucy Michel startete von Position 17.
Einige Fahrerinnen gingen mit Strafen in das erste Rennen in Donington. Line Vieillard wurde mit einer Long-lap-Strafe belegt, weil sie im zweiten Rennen in Misano einen Unfall verursacht hatte. Sara Sanchez wurde um sechs Startplätze zurückversetzt – wegen zu langsamem Fahren auf der Ideallinie während der Superpole. Die Britin Chloe Jones wurde aus demselben Grund um sechs Startplätze zurückversetzt. Pakita Ruiz musste das Rennen vom Ende des Feldes in Angriff nehmen. Während des freien Trainings am Freitag hat sie eine Gelbphase ignoriert.
Herrera erwischte einen perfekten Start – sie fuhr als Erste in die erste Kurve ein. Die Australierin Relph stürzte in Kurve 1. Danach folgte das Drama für Neila: Sie stürzte in Kurve 7 nach einer Berührung mit Herrera, was einer Vorentscheidung in der Weltmeisterschaft gleichkam.
Herrera hatte nach der ersten Runde bereits knapp eine Sekunde auf die Zweiplatzierte Ramos herausgefahren. Auf Platz 3 lag Muklada Sarapuech.
Danach fuhr Herrera die schnellste Rennrunde. In Runde 3 ging Roberta Ponziani an Sarapuech vorbei.
Dann folgte die Strafe für Herrera: Aufgrund des Zwischenfalls mit Neila in der ersten Runde bekam sie eine doppelte Long-lap aufgebrummt. Vom Streckenrand zeigte ihr Rivalin Neila den Mittelfinger. Die beiden Damen werden wohl keine Freunde mehr.
Die Antwort von Herrera: die schnellste Rennrunde. Sarapuech hatte Platz 3 von Ponziani zurückerobert.
In Runde 6 hatte Herrera bereits über vier Sekunden Vorsprung herausgefahren, Ramos musste aber zuvor eine Long-lap absolvieren.
Zur Hälfte des Rennens betrug der Vorsprung von Herrera bereits über fünf Sekunden, dann absolvierte sie die erste Long-lap. Sarapuech lag auf Position 2, auf Platz 3 lag zu diesem Zeitpunkt Chloe Jones.
Wenig später ging Jones an Sarapuech vorbei. Der Vorsprung von Herrera war wieder auf 5,5 sec angewachsen, dann absolvierte die Spanierin die zweite Long-lap. Danach hatte sie vier Sekunden Vorsprung auf Paolo Ramos, die sich auf Platz 2 zurückgekämpft hatte.
Der Kampf um die Podestplätze war im letzten Renndrittel sehr spannend – sieben Fahrerinnen duellierten sich um die Ränge 2 und 3. Herrera hielt einen konstanten Vorsprung von rund vier Sekunden.
Vor den letzten drei Runden hatte Ramos eine Lücke von über einer Sekunde herausgefahren – die Spanierin lag nun mit einem komfortablen Vorsprung auf Platz 2. Dahinter duellierten sich Sarapuech, Jones und Ponziani um Platz 3.
Zwei Runden vor Schluss fuhren Herrera und Ramos einsam auf den Positionen 1 und 2. Ponziani konnte sich als Dritte ebenfalls etwas absetzen. Doch Sarapuech ließ nicht locker und eroberte in der letzten Runde Rang 3 zurück.
An der Spitze ließ es Herrera etwas langsamer angehen – sie überquerte die Ziellinie mit 3,7 sec Vorsprung. Paolo Ramos wurde Zweite, Sarapuech belegte Rang 3.
Vierte wurde die Italienerin Roberta Pionziani, Sara Sanchez landete auf Rang 5. Lokalmatadorin Chloe Jones beendete Lauf 1 in Donington auf Rang 6.
Mit ihrem Sieg in Rennen 1 sorgte Maria Herrera für eine Vorentscheidung in der Weltmeisterschaft. Vor den letzten drei Rennen hat sie nun 49 Punkte Vorsprung auf Beatriz Neila. Somit kann Herrera bereits am Sonntag in Donington den Titel gewinnen. Das letzte Event der WorldWCR 2026 findet Mitte Oktober in Jerez statt.
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