Mit Simoncelli-Flagge in Misano: Paola Ramos eroberte die Herzen der Fans
Der Misano World Circuit trägt den Namen den 2011 tödlich verunglückten Marco Simoncelli als Zusatz. Beim Meeting der WorldWCR würdigte Paola Ramos ihrem Vorbild auf besondere Weise.
Paola Ramos wurde im Mai 2007 im spanischen Tarragona geboren, ein Jahr später gewann Marco Simoncelli die 250er-Weltmeisterschaft und stieg 2010 in die MotoGP auf. Zum Zeitpunkt seines tödlichen Unfalls auf dem Sepang Circuit 2011 war Ramos erst vier Jahre alt.
Dennoch ist der Italiener das Vorbild der schnellen Spanierin. In sozialen Medien nennt sie sich ‹SuperPao58› in Erinnerung an ihren Helden. «Sein Fahrstil war so aggressiv und das liebte ich. Ich habe jedes seiner Rennen gesehen und war hin und weg», erklärte Ramos.
Der nach Simoncelli benannte Misano World Circuit brachte der 19-Jährigen jedoch kein Glück. Im ersten Lauf stürzte sie auf Platz 4 liegend, das zweite Rennen beendete sie als Fünfte. Für Ramos eine Enttäuschung.
«Über Rennen 1 gibt es nicht viel zu sagen», ätzte die Forward-Pilotin. «Am Sonntag klappte ein Gangwechsel nicht, weshalb ich eine weite Linie fahren musste und einige Positionen verloren habe. Ich hake das als Erfahrung ab, die mir im nächsten Jahr helfen wird.»
Die Enttäuschung konnte Ramos jedoch nicht davon abhalten, an ihr Vorbild zu erinnern. Auf der Auslaufrunde hielt sie eine riesige ‹SIC58-Fahne› in die Höhe.
Nach vier von sechs Meetings der Frauen-Weltmeisterschaft belegt Ramos mit zwei Siegen und vier Podestplätzen den dritten WM-Rang. Es ist ihre erste volle Saison in der WorldWCR.
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