Der Katari Al-Attiyah holte sich in der 2026er Auflage seinen sechsten Sieg bei der durch Saudi-Arabien führenden legendären Wüstenrallye und sichert damit Dacia den ersten Triumph.
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In der 13. und letzten Etappe mit einer kurzen Schleife von 138 Kilometern um Yanbu siegten Mattias Ekström/Emil Bergkvist im Ford Raptor.
In einer der spannendsten Dakar-Auflagen der jüngeren Geschichte fuhren zehn verschiedene Fahrer von fünf Herstellern zu Etappensiegen. Im letzten Jahr hatte Toyota die Dakar noch fast komplett allein dominiert.
Das Rennen war im Vorfeld in der Geschichte der Dakar noch nie so offen gewesen, an welchem ein sehr starken Teilnehmerfeld mit hochkarätigen Autos und vielen Topfahrern teilnahm. Die immense Qualität der Konkurrenz verleiht dem Gesamtsieg der48. Dakar-Auflage Al Attiyah ein ganz besonderes Gewicht.
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Sein Triumph beruht auf der Strategie die richtige Balance gefunden zu haben um in kontrollierten Fahrten das Auto immer wieder zu schonen aber dann schließlich in entscheidenden Phasen volles Tempo aufzunehmen und auf Angriff zu fahren.
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Im Laufe der zweiwöchigen Rallye hatte Al-Attiah einige Höhen und Tiefen zu verkraften gehabt. Der 55-jährige Wüstenroutinier lag aber in den entscheidenden Phasen mit zwei wichtigen Etappensiegen vorne, wogegen viele seiner engsten Konkurrenten vom Pech verfolgt wurden und letztlich keine Chancen auf den Gesamtsieg hatten. Die Gelassenheit in der Strategie zeigte sich etwa beim Erlangen der idealen späten Startposition für die sechste Etappe, einer 300 Kilometer langen Dünenfahrt, was schließlich mit einem Sieg mündete und einen wichtigen Grundstein für seinen Gesamterfolg darstellte. In der zweiten Dakar-Woche mit der Rückführung von Riad nach Yanbu lag Al-Attiyah an der Spitze des engen Klassefeldes. Nach Ende der zweiten Marathonetappe konnte er die Führung stabilisieren. Mit seinem fünfzigsten Etappensieg am vorletzten Renntag zementierte er schließlich seinen Sieg.
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In der ersten Woche der Rallye hatten Toyota und Ford in einem hin und her in den Tagessiegen ihr großes Potenzial für einen Dakar-Triumph aufgezeigt.
Trotz Al Attiyahs Führung blieb der Kampf um den Gesamtsieg bis in die zweite Woche hinein noch völlig offen. Erst in der 10. Etappe kristallisierte sich Al-Attiyah als klarer Favorit endgültig heraus. Die Vorentscheidung zeichnete sich letztlich in der zweiten Marathon-Etappe ab, als die zuvor führenden Ford-Piloten Mattias Ekstrom und Mitch Guthrie aufgrund von Navigationsfehlern viel Zeit verloren.
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Al-Attiyahs Weg zum Sieg wurde in der 11. Etappe endgültig frei, als auch der Vorjahreszweite Henk Lategan mit einer gebrochenen Aufhängung seine Siegambitionen aufgeben musste. Ford-Fahrer Nani Roma verblieb somit als sein einziger halbwegs realistischer Herausforderer übrig. Allerdings kam Roma dann auf der vorletzten zwölften Etappe in größte Schwierigkeiten. Nach einem Schaden an der Frontaufhängung hatte der Spanier zur Weiterfahrt von Raptor-Privatfahrer Romain Dumas erst noch wichtige Fahrwerksteile erhalten um nach einer einstündigen Reparatur überhaupt noch weiterfahren zu können. Auf den letzten Kilometern ging ihm schließlich sogar noch das Benzin aus. Am Abschlepphaken von Laia Sanz erreichte er das Ziel am Stadtrand von Yanbu und konnte den zweiten Platz gerade noch retten, aber der Dakar-Sieg war somit verloren. Die Finaletappe beendete Al-Attiyah kontrolliert auf Platz 35 mit fast neun Minuten Rückstand auf Ekström. Sein Dakar-Sieg war somit zementiert.
Mit nun sechs Dakar-Siegen mit vier verschiedenen Herstellern (Volkswagen, X-raid-Mini, Toyota und Dacia) gehört Al-Attiyah zu den erfolgreichsten Fahrern in der Geschichte des Raid Rallye-Sports überhaupt. Nur noch zwei Siege trennen ihn vom legendären Monsieur Dakar Stephane Peterhansel, der neben seinen sechs Erfolgen auf dem Motorrad insgesamt acht Siege in der Auto-Kategorie erzielen konnte.
Der Erfolg für Dacia stellt den zweiten Gesamtsieg für die Renault-Gruppe bei der Dakar dar. In der Auflage 1982 hatte Claude Marreau bei der damals noch von Paris nach Dakar führenden Rallye Dakar mit einem Renault 20 Turbo 4X4 gewonnen. Der Litauer Rokas Basciuska (Defender) gewann die Schlussetappe und somit auch die Gesamtwertung der Stock-Kategorie.
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