Rallye Raid Auto
Dakar, Etappe 10: Mathieu Serradori im Century souveräner Sieger
Mattias Ekström führt Ford-Dreifachsieg an und Nasser Al-Attiyah im Dacia weiter in Führung. Die letzten Gesamtsiegchancen von Toyota endeten nach dem heutigen Ausfall von Henk Lategan.
Während des größten Teils der 346 Kilometer langen Etappe von Bisha nach Al-Henakiyah kontrollierten die Ford-Fahrer die Etappe. Ex-DTM-Pilot Ekström führte an allen wichtigen Kontrollpunkten an. Für den Schweden ist es bereits der dritte Erfolg bei der Dakar nach dem Prolog und einem Etappensieg.
Ekström gewann die Etappe mit 1.22 Minuten Vorsprung vor Privatfahrer Romain Dumas in einem weiteren Ford Raptor. Der Schwede fand zeigte sich über die gestrige und heutige Etappe sehr begeistert: «Es war zwar nicht perfekt, aber es hat richtig Spaß gemacht».
Altmeister Carlos Sainz Sr komplettierte für Ford mit einem Rückstand von 2.26 Minuten auf den Sieger die Top 3.
Die größte Überraschung des Tages: Toyota-Pilot Henk Lategan ist aus dem Kampf um den Geasmtsieg ausgeschieden. Der Südafrikaner lag auf dem zweiten Gesamtrang und war der Hauptkonkurrent von Al-Attiyah. Er hatte jedoch nach 140 Kilometer Probleme, die ihn für 1.40 Stunden zum Stillstand zwangen, bevor er nach kurzer Weiterfahrt wieder anhalten musste.
Der riesige Zeitverlust nimmt Lategan alle Chancen auf den Gesamtsieg. Da auch kein weiterer Toyota-Pilot mehr in Tuchfühlung zur Spitze liegt, wird bei der Dakar 2026 das japanische Unternehmen nicht mehr gewinnen können.
Toyota-Pilot Joao Ferreira belegte den vierten Platz, sein Teamkollege Seth Quintero wurde Fünfter vor Guillaume de Mevius im X-raid Mini auf Platz sechs.
Auf den weiteren Plätzen folgten zwei weitere Toyotas mit Guy Botterill auf Platz sieben und Saood Variawa auf Platz acht. Der neunfache Rallyeweltmeister Sebastien Loeb (Dacia) und Nani Roma (Ford) komplettierten die ersten Zehn. Der Gesamtführende Nasser Al-Attiyah (Dacia) belegte Tag nur den 16. Rang. Al-Attiyah hat trotzdem gute Aussichten auf seinen sechsten Gesamtsieg. «Wenn wir morgen zwei, drei oder vier Minuten verlieren, ist das kein Problem. Wichtig ist nur, dass wir die Dakar gewinnen», meinte der 55-jährige Katari.
In Verbindung mit Lategans Rückfall in der Gesamtwertung führt Roma nun die Jagd auf Al-Attiyah an, wobei der Ford-Fahrer den Rückstand in der Gesamtwertung auf 8.40 Minuten verkürzen konnte.
Loeb liegt nun auf dem dritten Platz in der Gesamtwertung, mit fast drei Minuten Rückstand auf den Etappensieger Ekstrom, der auf den vierten Platz vorgerückt ist. Sein Ford-Teamkollege Sainz liegt auf Platz fünf, aber jedoch fast 29 Minuten hinter der Spitze zurück.
Der Sieger der zehnten Etappe, Mathieu Serradori, platzierte sich im zweiradgetriebenen Century auf den sechsten Platz in der Gesamtwertung, vor einem weiteren Dacia-Fahrer, Lucas Moraes. Die Top Ten vervollständigt ein Toyota-Trio mit Price, Varaiawa und Botterill.
Position/Fahrer
Fahrzeug
Zeit/Rückstand
1. Ekstöm/Bergkvist
Ford
2:47.22 h
2. Dumas/Winpoq
Ford
+1.22 min
3. Sainz/Cruz
Ford
+2.26
4. Ferreira/Palmeiro
Toyota
+3.27
5. Quintero/Short
Toyota
+4.44
6. de Mevius/Baumel
X-raid Mini
+5.32
7. Botterill/Mena
Toyota
+5.47
8. Variawa/Cazalet
Toyota
+7.37
9. Loeb/Boulanger
Dacia
+8.20
10. Roma/Haro
Ford
+8.27
Position/Fahrer
Fahrzeug
Zeit/Rückstand
1. Al-Attiyah/Lurquin
Dacia
44:39.59 h
2. Roma/Haro
Ford
+8.40 min
3. Loeb/Boulanger
Dacia
+18.37
4. Ekström/Bergkvist
Ford
+21.32
5. Sainz/Cruz
Ford
+28.48
6. Serradori/Minaudier
Century
+36.06
7. Moraes/Zenz
Dacia
+37.01
8. Price/Monleon
Toyota
+56.59
9. Variawa/Cazalet
Toyota
+1:03.56 h
10. Botterill/Mena
Toyota
+1:07.43
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