Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier von Nürburgring-Nordschleife fasziniert
Beim Int. ADAC-24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring schaute Toyota-Rallye-Star Sebastien Ogier vorbei und zeigte sich von der Strecke sehr beeindruckt.
Über das lange Wochenende waren offiziell 352.000 Besucher an den Nürburgring zum Traditionsereignis in seiner 54. Auflage gepilgert - einer von ihnen der neunmalige Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier.
In einem Livestream-Interview erklärte Ogier, dass die Nürburgring-Nordschleife mit ihrer Charakteristik als Berg- und Talbahn und den extremen Höhenunterschieden ihn an sein eigenes Metier, den Rallyesport erinnern würde. Der Franzose offenbarte begeistert: «Hier zu fahren muss ich irgendwann selbst ausprobieren».
An der Eifel-Achterbahn, die aus einer Kombination der legendären Nordschleife sowie Teilen des Grand Prix-Kurses über 25,378 Kilometer führte, kam es auch zu einem Motorsport-Gipfeltreffen: Ogier traf auf den vierfachen F1-Weltmeister Max Verstappen, der in einem Mercedes-AMG GT3 mit seinem Team bis drei Stunden vor Schluss das Rennen anführte und dann jedoch mit einem Antriebswellenschaden aufgeben musste.
Ogier zeigte sich über die Fahrkünste des Niederländers sehr angetan, lobte diesen überschwänglich und bot spontan Verstappen an auch beim Lernen des Rallyefahrens gerne behilflich sein zu wollen. Vor Ort war auch Jos Verstappen, der Vater von Max zu gegen, der nach einer Formel 1-Laufbahn mittlerweile erfolgreich im Rallyeauto bei Wettbewerben unterwegs ist.
Der Rundstreckensport wäre für Ogier kein gänzlich neues Terrain. Er sammelte in der Vergangenheit bereits Erfahrungen bei Gaststarts in der DTM auf Audi sowie beim Porsche Supercup
Der gelernte Ski-Lehrer aus dem südfranzösischen Gap nahm obendrein im Jahr 2022 beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil - erfolgreich. In einem Trio zusammen mit Lilou Wadoux sowie Charles Milesi steuerte er in der LMP2-Kategorie einen Oreca 07-Gibson und fuhr auf den 13. Rang in der Gesamtwertung und Platz 9 in der Division.
Toyota möchte in 2027 mit seinem neuen Supra-GT3-Auto im internationalen Rundstreckensport sich engagieren. Womöglich ergeben sich da für Ogier Möglichkeiten mit dem V8-Twinturbo-Boliden in Le Mans oder gar in den «frisch-verliebten» Nürburgring anzutreten….
Am übernächsten Wochenende (28. bis 31. Mai 2026) nimmt Ogier an der Rallye Japan, dem siebten Lauf der diesjährigen Rallye-Weltmeisterschaft, teil. Am Sonntag zuvor ist Ogier als Zuschauer beim Super Formula-Rennen in Suzuka vor Ort dabei.
Am Ring unterstützte Ogier seinen obersten Boss, den Toyota-Aufsichtsratvorsitzenden Akio Toyoda, der unter dem Pseudonym «Morizo Kinshita» wieder für einmal selbst in das Volant eines Rennwagens griff.
Beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring schaute mit Thierry Neuville ein weiterer Rallye-Weltmeister vorbei. Der Belgier drückte seinen Kollegen von Hyundai Motorsport die Daumen, die mit zwei Elantra N in der TCR dabei waren.
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