Weltmeister Sebastien Ogier (Toyota) im portugiesischen Regenchaos vorne
Der Franzose holte sich mit einer entschlossenen Fahrleistung auf der von sintflutartigen Regenfällen geprägten Samstagnachmittags-Runde die Führung bei der Rallye Portugal zurück.
Unter tückischen Bedingungen ging Ogier am Nachmittag ein großes Risiko ein und wurde dafür belohnt.Sein Teamkollege Oliver Solberg hatte Ogier bei schwierigen Bedingungen auf der WP 14 vor dem Service überrascht und ihn um 19,1 Sekunden, distanziert. Somit war Solberg plötzlich vom vierten auf den ersten Platz vorgerückt.
Ogier konnte sich nicht erklären, wie er so viel Zeit verloren hatte, hatte jedoch erkannt, dass er das Risiko erhöhen und am Nachmittag zurückschlagen zu können.
Und genau das tat der neunfache Weltmeister: Als Schnellster auf den Wertungsprüfungen 15, 17 (mit einem riesigen Vorsprung von 11,2 Sekunden) und 18, während der Regen auf die Strecken prasselte, verwandelte Ogier einen Rückstand von einer halben Sekunde in einen Vorsprung von 21,9 Sekunden auf Hyundai-Pilot Thierry Neuville.
«Ich musste reagieren, denn es war für mich am Vormittag katastrophal gelaufen», äußerte sich Ogier. «Ich habe überhaupt keine Ahnung, wie es mir möglich war so viel Zeit verlieren. Am Nachmittag haben mir die schwierigen Regenbedingungen geholfen. Bei diesem Wetter kann einfach viel passieren».
Mit 21,9 Sekunde Rückstand liegt Hyundai-Fahrer Thierry Neuville auf Position zwei. Toyota-Youngster Sami Pajari wird mit weiteren 3,9 Sekunden Rückstand dem dritten Platz notiert.
Monte Carlo-Sieger Solberg hatte einen schwierigen Nachmittag, da ihn ein Reifenschaden zurückwarf. Trotz eines halben Drehers auf einer anderen Wertungsprüfung holte Solberg seinen Teamkollegen Elfyn Evans wieder ein und beendete den Samstag 23,8 Sekunden hinter dem drittplazierten Pajari.
Adrien Fourmaux (Hyundai) führte die Rallye Portugal am Freitag an, liegt nun aber mit 1:23,8 Minuten Rückstand auf den Führenden auf Platz sechs. Takamoto Katsuta (Toyota) hält Platz sieben vor Teilzeitprogrammfahrer Dani Sordo (Hyundai) als weit abgeschlagen Achter.
Der Lette Martins Sesks ist bester Ford-Pilot und ist Neunter.
M-Sport-Pilot Josh McErlean wurde das Regenwetter auf der den Tag beendenden Superspezialprüfung in Lousada zum Verhängnis. Sein Puma war auf dem schlammigen Untergrund in einer Rechtskurve mit voller Wucht gegen eine Mauer geprallt. Der Ire hatte bereits drei Minuten auf der WP17 verloren, als er von der Straße abkam. Zuschauer halfen ihm auf die Strecke zurück. Der Ire liegt vor dem Finaltag an 18. Stelle.
Am Samstagvormittag hatte sich sein Teamkollege Jon Armstrong schon nach 600 Meter auf der zweiten WP mit seinem Puma überschlagen. Er wird an 45. Position gelistet.
WRC2-Spitzenreiter Teemu Suninen (Toyota) rundet die Top 10 ab und geht mit einem Vorsprung von nur 0,9 Sekunden auf Skoda-Pilot Jan Solans. Auf Positionen der und vier liegen Nikolay Gryazin (Lancia) und Roope Karhonen (Toyota) vor den entscheidenden vier Wertungsprüfungen am Sonntag.
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