Weltmeister Sebastien Ogier mit erstem Saisonsieg bei Rally Islas Canarias
Seinen ersten Triumph in der aktuellen Saison sicherte sich Toyota-Pilot Ogier und sein Co-Pilot Vincent Landais beim fünften WM-Lauf, der auf den Kanarischen Inseln durchgeführten Rallye Spanien.
Sein Teamkollege Elfyn Evans eroberte zusammen mit Beifahrer Scott Martin die Führung in der WM-Zwischenwertung zurück.
Den Triumph sicherte sich Ogier endgültig, als nach langem Kampf Oliver Solberg auf der zweitletzten WP ausgeschieden war.
Der Schwede lag vor den letzten beiden WPs nur 2,2 Sekunden hinter dem neunfachen Weltmeister. Dann verlor der Rallye-Monte Carlo-Sieger jedoch auf einer Kuppe seinen Toyota und prallte gegen eine Leitplanke hinein. Dabei wurde ein Rad seines Autos abgerissen.
Durch den Zwischenfall war der Druck von Ogier genommen. Der Franzose hatte bereits am Freitag von der der zweiten WP ab die Führung inne gehabt, die er mit Umsicht verwaltete.
Sein Vorsprung auf den schließlich Zweitplazierten Elfyn Evans (Toyota) betrug nach 18 Wertungsprüfungen schließlich 19,9 Sekunden.
Mit Platz konnte Evans die Führung in der WM-Zwischenwertung wieder zurück erobern. Der Waliser liegt nun mit zwei Punkte vor seinem Mannschaftskameraden Takamoto Katsuta, der nach seinen Siegen in Kenia und Kroatien auf den Kanarischen Inseln Vierter wurde.
Den dritten Platz belegte Sami Pajari, der sich somit seinen vierten WRC-Podiumsplatz in Folge herausfuhr.
Auf Grund seiner verpassten Zielankunft liegt Solberg nun 33 Punkte hinter Evans und rutschte auf Platz vier in der Gesamtwertung hinter Pajari zuück.
«In erster Linie habe ich dieses Wochenende sehr genossen», gestand Ogier ein. «Wir hatten wieder ein großartiges Auto, also ein großes Lob an das gesamte Team. Es war das ganze Wochenende über ein extrem enger Kampf, besonders mit meinem Teamkollegen Oliver (Solberg). Es ist schade, dass wir nicht alle ins Ziel kommen sind und die große Show nicht zu Ende bringen konnten».
Der Südfranzose ist bereits der vierte Toyota-Fahrer, der eine der bisher fünf Veranstaltungen dieser Saison gewinnen konnte. Toyota war auf dem besten Weg die ersten fünf Plätze zu okkupieren, bevor Solberg ausschied. Die Toyota GR Yaris Rally1-Wagen gewannen alle Wertungsprüfungen der Rallye.
Wie schon im Vorjahr setzte sich Adrien Fourmaux in der «internen Hyundai Cup-Wertung» durch und belegte den fünften Platz in der Gesamtwertung.
Die Untersteuerungsprobleme des i20 N Rally1 fanden bei der Rallye ihre Fortsetzung. Keines der drei Teams konnte den Toyotas nicht im Ansatz Paroli bieten. Fourmaux schlug seinen Teamkollegen Thierry Neuville um 11,5 Sekunden - trotz einer 10-Sekunden-Strafe auf der Powerstage wegen eines Frühstarts.
«So ist das Leben», bedauerte Fourmaux. «Der Frühstart auf der Powerstage ist schade, aber ich war mit der Kupplung zu früh dran. Eigentlich glaubte ich zuerst sogar, dass ich weit mehr Zeit verloren habe, aber egal», brachte es der Franzose auf den Punkt.
Bei seinem spanischen Heimspiel hatte Dani Sardo das Hyundai-Trio am Freitag noch angeführt. Bei seinem ersten Rally1-Einsatz seit der Rallye Griechenland 2024 fiel er aber bis zu Rallyeende noch auf den siebten Platz zurück, 16,7 Sekunden hinter Neuville.
Josh McErlean erzielte mit dem achten Platz für M-Sport Ford sein bestes Saisonergebnis. Der Ire kam mit zwei Minuten Vorsprung vor seinem Teamkollegen Jon Armstrong ins Ziel, der wie am Freitag und spektakulär von Strecke gerutscht war, aber weiterfahren konnte.
Lancia-Pilot Yohan Rossel ließ seine WRC2-Rivalen weit hinter sich und sicherte sich mit 25,1 Sekunden Vorsprung seinen zweiten Kategoriesieg nach der Rallye Kroatien in Folge.
Wie schon in 2025 fuhr Alejandro Cachon im Toyata auf Platz zwei. Der Spanier lieferte sich einen erbitterten Kampf mit dem bisherigen Meisterschaftsführenden Leo Rossel, bevor der Citroen-Fahrer Probleme mit dem Getriebe bekam und hinter Eric Camilli und Roberto Daprà auf den fünften Platz zurückfiel.
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