Rins nach Q2-Einzug: «Solche Ergebnisse geben der Mannschaft einen Schub!»
Yamaha ging mit der neuen M1 in der MotoGP zuletzt durch ein Tal der Tränen, ganz besonders Alex Rins. Im Zeitfahren von Le Mans konnte der Spanier am Freitag zumindest kurzzeitig für ein Hoch sorgen.
Rang 3 in Le Mans für Alex Rins! Zwar war dies nur eine Momentaufnahme, wenige Minuten vor dem Ende des wichtigen Zeittrainings. Doch auch am Ende der Einheit stand mit Rang 8 ein gutes Ergebnis für den Spanier. Bedeutete es doch den direkten Einzug ins Q2 am Samstag und gleichzeitig die beste Position eines Yamaha-Piloten auf dem Kurs nahe der Sartre.
Einen ersten Hinweis für die gute Tagesform des 30-Jährigen hatte es bereits am späten Vormittag gegeben. Im ersten freien Training wurde der Mann mit der Startnummer 42 schon als Sechster gewertet - vor Alex Marquez und ganze 11 Ränge vor dem in dieser Einheit zweitbesten M1-Chauffeur, Jack Miller.
Der direkte Einzug ins Q2 habe eine laut des Moto3- und Moto2-Vizeweltmeisters besondere Bedeutung für das Team. Die Yamaha-Werksmannschaft befindet sich nach dem Radikal-Umbau der M1, inklusive Konzept-Wechsel zum V4-Motor, in einer schwierigen Phase. Das neue Motorrad ist unausgereift und im aktuellen Entwicklungsstand kaum konkurrenzfähig. Die ausbleibenden Ergebnisse zehren auch am Nervenkostüm der Teammitglieder.
Umso mehr seien Erfolgserlebnisse Balsam für die Seele der Mannschaft, worauf auch Alex Rins hinwies: «Solche Ergebnisse geben der ganzen Truppe einen Schub! Besonders, wenn man weiß, dass unser Motorrad im Moment nicht gut ist. Das macht mich stolz, dass ich dieses Ergebnis erreicht habe.»
Wichtig war das Resultat auch für die Seele des Katalanen selbst, der seit fast drei Jahren auf einen Podiumsplatz in einem Rennen wartet, in den letzten Saisons regelmäßig im Schatten des scheidenden Teamkollegen Fabio Quartararo stand und bislang über noch keinen neuen MotoGP-Vertrag für kommende Saison verfügt. Dabei habe der Mann mit der Startnummer 42 keineswegs das Fahren verlernt: «Wenn ich mich mit dem Motorrad wohlfühle und von den Reifen gute Rückmeldung habe, dann kann ich ruck-zuck wieder gewinnen.»
Die Überraschung des Freitags in Le Mans abschließend: «Ich habe nicht vergessen, wie man Siege einfährt. Mein letzter Podiumsplatz ist zwar schon etwas her, ich bin aber noch immer der gleiche Alex.» Rins hatte zuletzt immer wieder mit den Nachwirkungen eines schweren Sturzes aus dem Jahr 2024 zu kämpfen, bei dem er sich mehrere Brüche zugezogen hatte. Die resultierenden Probleme seien jedoch ausgestanden: «Ich bin völlig geheilt und bis in die Haarspitzen motiviert!»
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