Warnung von F1-Star Carlos Sainz: Williams-Wende dauert noch mehrere Monate
Williams schaffte es im Miami-GP zum ersten Mal in diesem Jahr mit beiden Autos in die Punkte. Der Trend zeigt in die richtige Richtung. Doch die Wende wird viel Zeit kosten, warnt Carlos Sainz.
Dass sich die Mannschaft von Williams in Geduld üben muss, bis sie wieder um die grossen Erfolge mitkämpfen kann, wurde schon während der Vorsaison-Testfahrten klar. Das britische Traditionsteam startete denn auch mit einer Nullrunde in Melbourne in die Saison. Beim darauffolgenden Rennen in China holte Carlos Sainz mit dem neunten Platz die ersten beiden Punkte für das Team. Danach folgte ein weiterer Nuller in Suzuka, und dann kam die unerwartete Pause im April.
Diese nutzten die klugen Köpfe im Rennstall aus Grove, um das Auto zu verbessern. Und in Miami gab es die Belohnung für die harte Arbeit: Erstmals schafften es beide Autos in die Top-Ten, wenn auch auf den letzten beiden Punkterängen. Die drei frischen WM-Zähler reichten der Truppe von James Vowles, um an der Audi-Werksmannschaft vorbeizuziehen. Derzeit belegt Williams den achten Platz in der WM-Tabelle der Teams.
Sainz freut sich über das gelungene Upgrade, über das er nach dem Miami-GP sagte: «Wir wissen, dass unser Auto noch viel Gewicht verlieren muss. Doch es ist positiv, dass wir nachlegen konnten. Das Team hat in den vergangenen Wochen hart gearbeitet, um das Upgrade auf die Strecke zu bringen. Das zeigt, dass es bergauf geht, wenn du die Dinge richtig hinbekommst.»
Gleichzeitig mahnte der Spanier: «Wir waren an diesem Wochenende die Sechstschnellsten, doch das Alpine-Team kam mit Franco Colapinto diesmal 20 Sekunden vor uns ins Ziel. Und es wären 25 bis 30 Sekunden geworden, wenn wir keine Safety-Car-Phase gehabt hätten. Es ist also noch eine grosse Lücke zu Alpine, und ich kann gar nicht sagen, wie gross der Rückstand auf die Spitze ist. Deshalb müssen wir hart weiterarbeiten und dies als Basis nehmen, um uns zu verbessern.»
Das Team stehe natürlich noch nicht da, wo es sein wolle, stellte Sainz klar. Und er warnte, dass die Wende einige Zeit in Anspruch nehmen wird: «Natürlich fühlt sich das Ergebnis wie eine Erleichterung an, aber es ist klar, dass wir noch mehr erreichen wollen. Es ist aber sicherlich ein guter Fortschritt, aus eigener Kraft mit beiden Autos in die Punkte zu kommen. Ich hoffe, dass wir bis zum Saisonende da sein werden, wo wir hin wollen. Es wird einige Monate dauern, bis die Wende vollbracht ist. Ich denke, wir können erst im letzten Saisondrittel wirklich das Ruder rumreissen.»
«Aber wenigstens hat das Upgrade funktioniert. Das Auto ist nun etwas leichter, aber wir wissen, dass diesbezüglich noch einige Arbeit vor uns liegt. Wir werden aber in den nächsten paar Rennen immer wieder Neuerungen ans Auto bringen. Und wir werden das Positive mitnehmen und uns darauf fokussieren, die Schwächen auszumerzen», fügte der vierfache GP-Sieger an.
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