Jorge Martin: Trotz Crash im Zeittraining schneller als der Tabellenführer
Auch in Frankreich überstand Aprilia-Werksfahrer Jorge Martin den Auftakt nicht ohne Schrammen. Auf die Leistung hatte der Crash im Le-Mans-Zeittraining keinen Einfluss. Platz 6 für den «Martinator».
Beim Spanien-GP hatte Jorge Martin weiter eifrig an seinem Rambo-Image gearbeitet. Mit drei Stürzen in seiner Heimat lieferte der wiedererstarkte Spanier viel Schrott in der Aprilia-Box ab. Zugleich passten aber auch die Zeiten. Auf Rang 4 im GP hatte Jorge Martin bestätigt, dass die vermasselte Saison 2025 seinem Grundspeed nichts anhaben konnte.
Vergleichbar ging es auch in Le Mans weiter, wenn auch in milderer Form. Am Freitag kam Martin mit einem Ausrutscher davon. Der ereignete sich gleich zu Beginn des einstündigen Zeittrainings. Martin hatte erst eine gezeitete Runde hinter sich, da übertrieb es WM-Zweiter in der Schikane am Ende der Gegengeraden. In Zeitlupe klappte das Vorderrad an Martins RS-GP weg. Glück für Martin – die Aprilia lief im Kies weiter und so konnte sich der Verschrammte aus eigener Kraft zurück in die Box und zeitnah wieder ins Geschehen bringen.
Jorge Martin gestand nach der wichtigen Session: «Es war sicher nicht unser bester Freitag und der Crash hat nicht geholfen. Dazu kam, ich hatte nicht ausreichend Reifenmaterial. Also musste ich auch nach dem Sturz mit den angefahrenen Reifen weitermachen. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis sie erst richtig sauber und dann auf idealer Temperatur waren.»
Jorge Martin fand keine Antworten
Überhaupt haderte der Madrilene mit dem schwarzen Gold aus Frankreich: «Ich kann nicht richtig verstehen, was heute los war. Es hat extrem lange gedauert, bis der Vorderreifen richtig funktioniert hat. Ich habe 4–5 Runden gebraucht und selbst dann war es an einigen Stellen linksherum immer noch nicht perfekt. Die Temperaturen, auch am Abend zuvor, waren recht hoch, das ist nicht zu erklären.»
Wie seinem Teamkollegen auch, schafft es Martin aber dennoch, sich direkt ins Q2 zu fahren. Beide Attacken gingen auf. Zunächst tauchte Martin auf Position 8 auf, im Finale verbesserte er sich auf 1:30,128 min. Damit war Jorge Martin Sechster und sogar noch 0,049 sec vor Teamkollege und WM-Rivalen Bezzecchi auf dem Circuit Bugatti.
Martins Sicht vor dem Sprint-Samstag: «Gut ist, dass am Ende beide Versuche mich zu verbessern, funktioniert haben. Es ist eine gute Basis – aber das Ziel ist es auf jeden Fall, noch weiter nach vorne zu kommen. Ich werde wie immer alles geben.»
Zur Erinnerung: Sprint-Spezialist Martin hatte sich in den USA seinen ersten Sieg auf dem Prototyp aus Noale geholt. In Jerez gelang ihm ein sensationeller Start in den Sprint. Doch nach nur einer Runde musste er sein Bike in der Box mit einem Defekt an der Bremsanlage abstellen.
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