Fabio Di Giannantonio (VR46 Ducati): Aprilia ist uns ein Schritt voraus
VR46-Ass Fabio Di Giannantonio beendete das MotoGP-Zeittraining in Le Mans auf Rang 2. Am Freitag musste er nebenbei für Ducati viel Testarbeit verrichten – das machte seinen Tag nicht einfacher.
Fabio Di Giannantonio ist momentan der schnellste Ducati-Pilot. Der Italiener zeigte bei den ersten vier Rennwochenenden der laufenden MotoGP-Saison eine beeindruckende Konstanz. In der Gesamtwertung ist er als Dritter der erste Verfolger des Aprilia-Duos Marco Bezzecchi und Jorge Martin.
Am ersten Tag in Le Mans stellte «Diggia» klar, dass man auch beim Frankreich-GP mit ihm rechnen muss. Im FP1 am Freitagmorgen fuhr er die zweitschnellste Zeit. Im Zeittraining am Nachmittag fuhr er am Ende der einstündigen Session die erste Zeit unter 1:30 min. Dann war Lokalmatador Johann Zarco (LCR Honda) noch um eine Hundertstelsekunde schneller.
«Ich fühle mich sehr gut. Es war sehr wichtig, hier gut zu starten, denn letztes Jahr war es für mich eines der schlechtesten Wochenenden der gesamten Saison. Wir waren heute von der ersten Session an stark. Das Team macht einen großartigen Job», fasste Di Giannantonio zusammen. Dazu war er am Freitag gut beschäftigt – der Römer musste für Ducati nebenbei Testarbeit verrichten. «Ich bin mit dem heutigen Ergebnis zufrieden, denn es war nicht einfach: Wir haben den Tag damit begonnen, einige Aerodynamik-Komponenten zu testen, und es ist nie einfach, schnell zu sein, während man solche Dinge ausprobiert. Aus diesem Grund war es schwierig, mit diesem Arbeitsplan eine Zeitenjagd zu machen. Aerodynamik ist immer eine sehr persönliche Angelegenheit, daher versuche ich, alles optimal auf mich und meinen Fahrstil abzustimmen.»
Für Samstag ist die Marschrichtung klar. «Ich war auf der Strecke immer schnell, und der Start war gut. Aber wir arbeiten weiterhin hart daran, das Motorrad noch weiter zu verbessern. Für morgen wird es wichtig sein, aus der ersten Reihe zu starten, wenn wir um den Sieg kämpfen wollen. Das ist also das Ziel, und dann auch einen guten Start im Sprint hinzulegen», betonte der 27-Jährige.
Di Giannantonio: Der Erfolg kommt nicht von ungefähr
Di Giannantonio befindet sich derzeit in einer sehr guten Form, er ist immer bei den Schnellsten dabei. Wie ist es für ihn, mit diesem positiven Gefühl und mit viel Selbstbewusstsein zu den Rennwochenenden zu kommen? «Es ist ein großartiger Moment, ich versuche ihn so gut es geht zu genießen. Das Ganze kommt aber nicht von ungefähr, ich arbeite schon sehr lange daran, um dieses Level gemeinsam mit dem Team zu erreichen. Es ist das Ergebnis viel harter Arbeit.»
Nach einer schwierigen Phase bei den Übersee-Rennen, war Ducati beim Spanien-GP in Jerez wieder ganz vorne dabei. Am ersten Tag in Le Mans hat sich dies mit drei Fahrern in den Top-4 bestätigt. Befindet sich der Hersteller aus Borgo Panigale bereits auf demselben Level wie letztes Jahr? «Es ist noch zu früh, das zu sagen. Ich bin mir aber sicher, dass Ducati einen guten Job macht und alles dafür tut, um weitere Meisterschaften zu gewinnen – sie arbeiten sehr hart. Ich denke aber, dass uns momentan Aprilia noch einen Schritt voraus ist», so Fabio Di Giannantonio.
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