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Tourist Trophy: Zukunft der Seitenwagen-Klasse nach wie vor ungeklärt

Nach einem schweren Unfall wurden heuer die Rennen der Seitenwagen aus dem Programm der Tourist Trophy genommen. Es besteht Einigkeit, dass für eine Rückkehr gravierende Änderungen unumgänglich sind.

Road-RacingSeitenwagen

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Das Training zur diesjährigen Seitenwagen-TT wurde von einem schweren Unfall überschattet. Die Vorjahressieger und Streckenrekordhalter Ryan und Callum Crowe hatten sich nach einem Sprung bei hoher Geschwindigkeit überschlagen. Der Unfall erinnerte frappant an den Zwischenfall von Pete Founds/Jevan Walsmley aus dem Jahr davor. Auch da hatte sich ihr Gespann nach einem Sprung überschlagen.

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Den Verantwortlichen um Rennleiter Gary Thompson war rasch klar, dass es sich nicht um Fahrfehler der betroffenen Teams gehandelt hatte, sondern das Problem an der Bauweise der Seitenwagen lag. Aus Sicherheitsgründen blieb ihnen keine andere Wahl, als die bei den Zusehern beliebten Rennen aus dem Programm zu nehmen und eine eingehende Fehleranalyse einzuleiten, um künftig solche Ereignisse zu verhindern.

Am 31. Juli wurde ein erstes Ergebnis dieser Analyse vorgelegt. Im Rahmen der Überprüfung wurde ein breites Spektrum an Belegen zusammengetragen, darunter mehr als 460 öffentliche Stellungnahmen. Der Bericht wurde auf der Grundlage der Arbeit eines Gremiums aus Teilnehmern, Organisatoren und Technikern erstellt, denen unter anderem Gary Thompson, Dave Molyneux, Ryan Crowe, Ben Birchall und Pete Founds angehörten.

Noch besteht Unklarheit, ob die Seitenwagen Teil der Tourist Trophy bleiben

Man kam einhellig zum Schluss, dass für die Beibehaltung der Seitenwagen-Klasse als Teil der Tourist Trophy nach wie vor ein starker Wille besteht. Es gibt allerdings auch Konsens darüber, dass die Klasse nicht in der derzeitigen Form zurückkehren kann und es Anstrengungen geben muss, die Geschwindigkeit zu reduzieren mit einer besseren Kontrolle der Motorleistung sowie klare Vorgaben in Bezug auf Fahrwerk und Verkleidung geben muss.

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Diese Änderungen sollten sich vorerst auf Maßnahmen konzentrieren, die innerhalb des verfügbaren Zeitrahmens umgesetzt werden können sowie spannende und spektakuläre Rennen gewährleisten. Durch ein Konzept soll erreicht werden, dass die Klasse sicherer, einfacher, unverwechselbarer und kostengünstiger wird. Der Bericht weist jedoch auch darauf hin, dass längerfristige technische Arbeiten unausweichlich sind.

«Dieser Bericht stellt nicht das Ende des Prozesses dar. Er markiert lediglich das Ende der ersten Phase», stellt Thompson klar. Die Überprüfung empfiehlt die Einrichtung einer Technischen Entwicklungsgruppe, die die nächste Arbeitsphase vorantreiben soll, unterstützt durch fortlaufende Konsultationen mit Teilnehmern, Konstrukteuren, der Auto Cycle Union und der gesamten Sidecar-Rennsport-Community.

Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, wird die Entscheidung über die künftige Teilnahme der Seitenwagen getroffen werden. Dies wird voraussichtlich im Herbst geschehen.

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