Mit den Lielbardis-Zwillingen, Weiss/Schneider und Prümmer/Steegmans dominierten drei Top-Teams aus der Weltmeisterschaft beim Seitenwagen-Motocross zur Deutschen Meisterschaft in Heidenheim-Schnaitheim.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Eigentlich sollte die Deutsche Motocross-Meisterschaft bei den Seitenwagen auf ein Duell zwischen den Weinmann-Brüdern und Adrian Peter/Joel Hoffmann hinauslaufen. Doch nach den ersten beiden Rennen kommen Zweifel auf. Denn wie schon beim Auftakt in Hänchen gaben mit Daniels und Bruno Lielbardis sowie Tim Prümmer/Jarno Steegmans auch im schwäbischen Schnaitheim zwei WM-Spitzengespanne den Ton an. Dazu gesellten sich diesmal Benjamin Weiss/Patrick Schneider.
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Die Vorarlberger bestritten, nachdem sie Hänchen krankheitsbedingt absagen mussten, ihr erstes Saisonrennen, sahen diesen Auftritt aber erklärtermaßen als Training für die Weltmeisterschaft. Auch Prümmer will nach seinen bisherigen Bekundungen nicht alle DM-Rennen bestreiten. Bei den Lielbardis-Twins darf man sich in diesem Punkt jedoch nicht mehr sicher sein. Gut möglich, dass die Vizeweltmeister nach ihren beiden Erfolgen auf den Geschmack gekommen sind und nun die Deutsche Meisterschaft mitnehmen wollen. Womit der erste Meistertitel für Peter/Hoffmann und die Weinmann-Brüder in weite Ferne rücken dürfte. Bei optimalem Rennwetter setzten sich Weiss/Schneider nach dem ersten Start an die Spitze. Die in der Schlussphase dichtauf folgenden Lielbardis-Zwillingen konnten kurzzeitig vorbeiziehen, doch die Österreicher konterten sofort. Derweil hatte Prümmer im Eifer des Gefechts seinen Motor ausgebremst und konnte in den Kampf um den Sieg nicht mehr eingreifen.
Nach dem Start rangierten Leon Hofmann/Julian Zimmermann zunächst an zweiter Stelle, konnten das Tempo der WM-Stars allerdings nicht mitgehen. Die Weinmann-Brüder hatten hingegen einen mittelmäßigen Start, kollidierten beim Überholversuch an einem Sprung mit Hofmann, konnten aber einen Sturz vermeiden und auf den vierten Rang vorfahren. Hofmann wiederum fiel dadurch weiter zurück. Die letztjährigen Vizemeister Peter/Hoffmann konnten ihren fünften Rang vor Patrick Hengster/Justin Blume halten, obwohl Fahrer Adrian durch eine Grippe gehandicapt war. Dahinter schienen zunächst Jan Hoormann/Andy Schlinnertz die Zielflagge zu sehen. Doch kurz vor Schluss überrumpelten Nick Uhlig/Philipp Oettel das niederrheinisch-belgische Duo in einer Kurve. Tobias Hertfelder fiel mit defekter Kupplung aus, die jungen Häcker-Brüder kamen wegen einer defekten Zündkerze nicht zum Zug.
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Den zweiten Start gewannen wiederum Weiss/Schneider. Dann übernahm Prümmer die Führung, musste aber später die Lielbardis-Twins vorbeilassen. Trotz gelöster Sitzbank konnte er immerhin den zweiten Platz halten. Sein selbstkritisches Resümee: "Wer siegen will, muss schneller fahren!" Den vierten Rang behaupteten diesmal Peter/Hoffmann vor Hofmann/Zimmermann. Die Weinmann-Brüder mussten zurückstecken, nachdem bereits in der zweiten Runde ein Stein die Bremsleitung ihres Gespanns beschädigt hatte. Hoormann geriet am Start mit André Knübben/ Florian Plettke und Hengster/Blume aneinander und dadurch ins Hintertreffen. Wiederum konnten sich Lukas Erlecke/Leon Freygang und Uhlig/Oettel in den Top-10 behaupten. Als einzige Fahrerin sah Rosalie Ziller beide Male gemeinsam mit Philipp Wächter die Zielflagge.
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Bleibt zu erwähnen, dass der MSC Geisleden am 4. Mai ein lizenzfreies Rennen ausrichtet. Damit bekommen interessierte Teams am langen Mai-Wochenende nach der Traditions-Veranstaltung in Kamp-Lintfort (1. Mai) eine weitere attraktive Startmöglichkeit geboten.
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