Zarco (11.): Der FP2-Sturz vermasselte beide Rennen des Le-Mans-Helden
Wie schon am Sprint-Samstag musste LCR-Honda-Veteran Johann Zarco die meisten Gegner auch beim Großen Preis von hinten beobachten. Der MotoGP-Vorjahressieger war geknickt, fand aber auch Positives.
Wie 2025, als sich Johann Zarco beim chaotischen Regenrennen zum Sieg manövrierte, fuhr die Honda mit der Startnummer 6 auch dieses Jahr wieder von Platz 11 los. Und dort wurde Zarco auch 27 Runden später notiert. Eine herbe Enttäuschung, die auch darin zu begründen war, dass es während der gesamten Distanz trocken blieb.
Das Ziel erreichte die 35-Jährige diesmal nur als zweitbester Franzose. Der jüngere Fabio Quartararo (Yamaha) erhielt viel Applaus für den sechsten Platz. Immerhin: Während Zarco für Platz 10 am Samstag keine WM-Punkte erhielt, polsterte er sein Konto nun mit fünf Zählern auf. Markenkollege Marini kam direkt vor Zarco über die Linie. Teamkollege Moreira und Joan Mir flogen aus dem Großen Preis.
Im Mediengespräch fasst ein deutlich genickter Johann Zarco das Renngeschehen zusammen: «Es ist überraschend und auch sehr enttäuschend, was wir erlebt haben Erstaunlich, wie unsere Leistung vom Ende des Zeittrainings dann in den beiden Rennen zurückgegangen ist. Ich war so nicht mehr konkurrenzfähig.» Zur Erinnerung: Den Freitag hatte Zarco, ebenfalls auf trockenem Asphalt, mit der Bestzeit abgeschlossen.
Zarco gestand: «Der kleine Sturz im FP2 am Samstagmorgen hatte doch einen größeren Effekt auf das Wochenende. Er hat ausgereicht, um mein Vertrauen so weit zurückzuschrauben, dass ich nicht mehr das Potenzial, das ohne Frage vorhanden ist, abrufen konnte. Aber ich habe zu meinem Team gesagt: besser so, als wenn das Motorrad nicht grundsätzlich dazu in der Lage wäre.»
Der Energie-Turbo fehlte
Einen Teil trugen nun auch die Distanz und das Wetter bei, wie der Vorjahressieger erklärte: «Im Regen ist man eigentlich nur im Eco-Modus unterwegs – aber im Trockenen wird es noch anstrengender, wenn man nicht in dem Bereich fährt, in dem alles passt. Es hat auch in Sachen Energie der entscheidende Turbo für einen Platz in den Top 10 gefehlt.»
Sportlich nahm Zarco ein hartes Duell. Gleich zu Beginn presste sich Trackhouse-Pilot Raul Fernandez mit Gewalt am Franzosen vorbei. «Ich habe bei der Aktion etliche Plätze verloren, aber ich will mich nicht beschweren. Wenn ein anderer Fahrer schneller ist, dann kann er überholen. Und in Kurve 12 war Raul viel schneller, aber er hätte die Aktion in Kurve 13 etwas besser machen können, dort ist es halt sehr eng und ich hatte keinen Platz mehr.»
Zarco, nach dem Zweikampf auf Platz 15 zurückgefallen, profitierte im Folgenden auch von den Stürzen der Konkurrenz mit Namen Mir, Moreira und Bagnaia und kam mit 16 Sekunden Rückstand auf den Sieger ins Ziel. Immerhin: Im Heim-GP verbesserte sich Johann Zarco in der WM-Tabelle um zwei Plätze auf Rang 12.
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