Simon Längenfelder (KTM): Gesamtsieger bei seinem 450er-Debüt in Dreetz
Mit einem 1-1-3-Ergebnis gewann der deutsche MX2-Weltmeister Simon Längenfelder (Red Bull KTM) das zweite Aufeinandertreffen der ADAC MX Masters in Dreetz vor Max Nagl (Triumph).
2. Lauf der ADAC MX Masters im Sand von Dreetz: Max Nagl (Triumph) gewann den Holeshot zum ersten Sonntagsrennen, doch Titelverteidiger Roan van de Moosdijk (KTM) attackierte schon in der Anfangsphase und übernahm die Führung. Dahinter entbrannte ein Zweikampf zwischen Gaststarter Simon Längenfelder (KTM) und dem in der Meisterschaft führenden Max Nagl.
Simon Längenfelder gewinnt Lauf 2
In Runde 5 attackierte Längenfelder und setzte sich gegen den niederländischen Titelverteidiger durch. In der Endphase des Rennens konnte Nagl die Lücke zu van de Moosdijk schließen und es entbrannte ein Duell um den zweiten Platz. Nagl stürzte über das Vorderrad, konnte aber den 3. Platz über die Ziellinie bringen. Simon Längenfelder gewann den zweiten Lauf mit einem Vorsprung von 4 Sekunden vor van de Moosdijk. Max Nagl hatte am Ende einen Rückstand von 16 Sekunden zur Spitze. Maximilian Spies (KTM) hatte auf Platz 4 bereits einen Rückstand von 49,5 Sekunden.
Max Nagl: 'All In' im dritten Lauf
Den Holeshot zum zweiten Sonntagsrennen gewann Sarholz-KTM-Pilot Noah Ludwig. In der dritten Runde ging Nagl an Ludwig vorbei und übernahm die Führung. Simon Längenfelder rangierte zu diesem Zeitpunkt bereits auf Platz 3. In Runde 6 attackierte Roan van de Moosdijk und setzte sich gegen Längenfelder durch. Der deutsche MX2-WM-Leader fuhr im dritten Lauf auf Sicherheit, denn Platz 3 genügte zum Tagessieg. Mit einem 1-1-3-Ergebnis holte der Deutsche in Dreetz insgesamt 70 Punkte und wurde damit Gesamtsieger vor Max Nagl, der sich in Dreetz 67 Punkte gutschreiben lassen konnte. Roan van de Moosdijk wurde im letzten Rennen des Tages Zweiter. Mit einem 4-2-2-Ergebnis und 62 Punkten stand er auf dem dritten Podiumsrang.
Nagl baut seinen Vorsprung in der Tabelle aus
«Das ganze Wochenende war schon hart», erklärte Max Nagl auf dem Podium. «Die Strecke hier in Dreetz ist mit die anspruchsvollste im ganzen Kalender. Hier ist Fitness entscheidend. In den ersten beiden Rennen war meine Taktik, am Anfang ruhig zu fahren, dass ich am Ende noch genügend Energie habe. Dabei habe ich mich aber verschätzt. Ich war zu langsam, sodass die anderen nachrücken konnten. Nachdem die beiden an der Spitze etwas davongefahren waren, habe ich den Rhythmus verloren und habe dann am Ende gepusht, aber es hat nicht mehr zum Überholen gereicht. Im letzten Rennen bin ich dann 'All In' gegangen. Ich wollte einen guten Start und so lange pushen wie es geht. Es hat dann am Ende gereicht. Die Zuschauer haben uns aber toll unterstützt. Es war teilweise wie im Stadion.»
Simon Längenfelder über seinen Tagessieg
«Ich wusste nicht, was ich hier zu erwarten habe. Ich habe von Session zu Session dazugelernt, um auf dem großen Bike zu fahren. Es ist wirklich nicht einfach. Man muss so ruhig bleiben und man darf eigentlich nie Vollgas geben, weil es so viel Leistung hat. Im dritten Lauf habe ich dann etwas Tempo rausgenommen und habe einfach die beiden vorne ihren Zweikampf austragen lassen. Ich habe dann am Ende einfach das Fahren genossen, bin über die Wellen gesprungen und bringe den Tagessieg nach Hause.»
Der dritte Meisterschaftslauf findet schon am kommenden Wochenende im französischen Bitche statt.
Ergebnis ADAC MX Masters Dreetz:
Simon Längenfelder (D), KTM, 1-1-3
Max Nagl (D), Triumph, 2-3-1
Roan van de Moosdijk (NL), KTM, 4-2-2
Maximilian Spies (D), KTM, 3-4-5
Tom Koch (D), KTM, 7-6-6
Jere Haavisto (FIN), KTM, 5-5-9
Nico Greutmann (CH), Honda, 8-7-10
Harri Kullas (EST), KTM, 9-11-7
Noah Ludwig (D), KTM, 15-10-4
Dave Kooiker (NL), KTM, 11-12-8
Meisterschaftsstand nach 2 von 7 Events:
Max Nagl (D), Triumph, 142
Roan van de Moosdijk (NL), KTM, 128, (-14)
Maximilian Spies (D), KTM, 98, (-44)
Tom Koch (D), KTM, 96, (-46)
Jere Haavisto (FIN), KTM, 90, (-52)
Jörgen-Matthias Talviku (EST), Yamaha, 74, (-68)
Noah Ludwig (D), KTM, 72, (-70)
Simon Längenfelder (D), KTM, 70, (-72)
Nico Greutmann (CH), Honda, 62, (-80)
Nico Koch (D), KTM, 62, (-80)
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