Speedway-GP Teterow: Ein Blick hinter die Kulissen
Die Rückkehr des Speedway-Grand-Prix nach Deutschland wurde ein voller Erfolg, über 12.000 Fans strömten in die Bergring Arena nach Teterow. Was Drumherum vor sich ging.
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
Pressevertreter und Fotografen suchten bis 16 Uhr vergeblich die Speedwaystars im Fahrerlager. Die mentale Vorbereitungsphase stand bei den Aktiven im Vordergrund. Viele von ihnen hielten einen Mittagsschlaf, so auch Martin Smolinski.
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Aber dann kamen sie angefahren, abgeholt von Shuttle-PKWs. Wie Kinostars vor dem roten Teppich stiegen sie aus den Limousinen und begaben sich zu ihren Mechanikern in die Box. Diese schraubten bereits den ganzen Nachmittag an der hochsensiblen Technik. Hauptsponsor "Monster Energy Drink" stellte seine Getränke in einem großen Kühlschrank im Fahrerlager bereit. Nicht nur die Profis hatten Zugriff, alle mit einer Zutrittsberechtigung konnten ihren Durst löschen.
Üblicherweise ist der Startmarshall in weiß gekleidet, nicht so Detlev Landowski. Der bereitgestellte Overall aus England hatte die falsche Größe, also musste "Landi" in schwarz ran.
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Viel Bergring-Prominenz wurde gesichtet: Kelvin Tatum kommentierte fürs britische Fernsehen, Stephan Katt, Manfred Knappe und Enrico Janoschka verfolgten die Rennen als aufmerksame Zuschauer. Marcel Gerhard aus der Schweiz betreute seine Schützlinge als Motorentuner. Barry Briggs aus Neuseeland und der Däne Ole Olsen, beide mehrfache Weltmeister, reisten ebenfalls nach Teterow, um sich das Spektakel anzusehen.
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"Im Innenring sollen die Camper parken? Ist das nicht zu gefährlich für die Fahrer?" Diese Frage brannte einer Teterowerin auf der Zunge. Sie wurde aufgeklärt, dass es sich um den Innenring des Bergrings handle und nicht um den der Bergring Arena.
Ohne einen Tropfen Kraftstoff im Tank schoben die Mechaniker die Bikes ins Fahrerlager. Ein neutrales Fass mit Methanol stand unter Aufsicht von sechs "Bewachern" zum Befüllen bereit, vier Kanister in rot, blau, weiß und gelb ebenfalls. Nach einem Fehlstart oder Sturz tankten nicht die Mechaniker auf der Bahn nach, sondern vier dieser Methanol-Boys. Als Martin Smolinski sich von seinen Fans nach dem Halbfinale verabschiedete, liefen ihm ein paar Tränen übers Gesicht. Die Freude war groß, sein Ziel mit zwei Laufsiegen und den Top-8 erreicht. "Die Stimmung in Teterow ist grandios", so sein Kommentar.
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Drei Oldie-Motorräder standen nach der Siegerehrung bei Start & Ziel bereit, um mit den Erstplatzierten eine Ehrenrunde zu drehen. Leider verschwanden die Besten des Abends gleich ins Fahrerlager. Schade für die über 12.000 Zuschauer. Nach so einem anstrengenden Abend sollte für die Speedway-Fahrer eigentlich ein ruhiger Sonntag folgen. Nicht aber für Jason Doyle, Bartosz Zmarzlik, Greg Hancock, Niels-Kristian Iversen, Matej Zagar, Tai Woffinden und Chris Holder. Noch in der Nacht erfolgte der Aufbruch zu ihren Liga-Vereinen in Polen, dort standen sie am Sonntagabend schon wieder am Band.
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