Magny-Cours, Lauf 1: Triumph-Sieg durch Seabright – Strafe für WM-Leader
Das erste Rennen der Sportbike-WM 2026 in Magny-Cours wurde von Fenton Seabright gewonnen. Der Triumph-Pilot profitierte von einer Bestrafung von WM-Leader David Salvador (Kawasaki)
Magny-Cours ist das sechste von acht Rennwochenenden der Sportbike-WM 2026. Zuletzt war die neue Einsteigerserie am 14. Juni in Misano auf der Strecke. Seitdem sind zwölf Wochen vergangen!
In der Superpole am Freitag hatte sich zum vierten Mal in Folge David Salvador die vorderste Startposition gesichert. Der Kawasaki-Pilot führt die Gesamtwertung mit 34 Punkten Vorsprung auf Antonio Torres an. Die erste Reihe komplettierten seine Markenkollegen Loris Veneman und Xavi Artigas. Kove-Pilot Phillip Tonn fehlt in Magny-Cours weiterhin aufgrund einer Handverletzung, ebenso muss Suzuki-Aushängeschild Jeffrey Buis auf das Rennwochenende in Frankreich verzichten.
Bei Rennstart um 13:00 Uhr zeigte das Thermometer angenehme 25 Grad Celsius. Das Rennen ging über elf Runden. Den Sprint zur ersten Kurve gewann Salvador, der vor Torres und Vanucci als Führender in die erste Kurve einbog. Dahinter reihten sich Artigas, Veneman und Torres ein. In den ersten Kurven war es ziemlich eng, aber es blieb bei harmlosen Berührungen.
Salvador kam mit zwei Motorradlängen Vorsprung auf Artigas aus der ersten Runde. Die Top-2 hatten sich bereits leicht abgesetzt, die schnellste Rennrunde fuhr in der zweiten Runde jedoch Pepe Osuna (Kawasaki) auf der siebten Position in 1:46,041 min.
In Runde 3 übernahm kurzzeitig Artigas das Kommando, aber Salvador holte sich die Führung postwendend zurück. Durch den Positionskampf an der Spitze schlossen die Verfolger wieder auf. Die Top-10 fuhren innerhalb von nur 1,9 sec und bereits eine Runde später gab es mit Fenton Seabright (Triumph) einen neuen Führenden.
2 sec hinter der Spitzengruppe ging es auch bei den Verfolgern drunter und drüber. Marco Gaggi (Yamaha) sorgte als 14. in Runde 5 in 1:45,696 min für die schnellste Rennrunde.
In der zweiten Rennhälfte wechselten sich Seabright, Salvador, Torres und Artigas mehrfach an der Spitze ab. Mit etwas Abstand kämpften Veneman und Osuna und Carter Thompson (Yamaha) um Platz 5. Vorwärtsdrang hatte Suzuki-Pilot Ferre Fleerackers, der sich ab Runde 7 aus Trio ein Quartett machte.
Zwei Runden vor dem Ende setzte sich eine Fünfergruppe ab und machte den Sieg unter sich aus. Salvador führte bereits um einige Meter, wurde aber wieder eingefangen. Mit der schnellsten Rennrunde in 1:45,425 min brachte sich Seabright in Position und übernahm zu Beginn der letzten Runde die Führung. Die hohe Pace des Triumph-Piloten verhinderte Überholmanöver, doch beim Anbremsen von Kurve 13 fand Salvador eine Lücke und holte Platz 1 zurück.
Auf der letzten Runde machte sich der Spanier breit und fuhr um 0,137 sec vor Seabright und Torres über die Linie. Doch in der letzten Schikane überfuhr der Madrilene das Track-Limit und wurde auf Platz 2 zurückgestuft. Der Sieg wurde Seabright zugesprochen. Als Dritter kam Torres in die Wertung.
In Abwesenheit von Buis sorgte Fleeracker als Sechster für das beste Finish von Suzuki. Die beste Yamaha brachte einmal mehr Carter Thompson auf Position 7 ins Ziel. Aprilia-Pilot Matteo Vannucci verpasste als Elfter knapp die Top-10. Den letzten Punkt holte Kove-Ass Benat Fernandez.
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