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Magny-Cours, Superpole: Nicolò Bulega mit Rekord, Debakel für BMW

In Rekordzeit sicherte sich Ducati-Star Nicolò Bulega beim Superbike-Meeting in Magny-Cours die Pole-Position. Eine enttäuschende Performance lieferten dagegen die BMW-Piloten ab.

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Am Freitag dominierte Ducati-Werkspilot Nicolò Bulega auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours und auch im morgendlichen dritten Training fuhr der WM-Leader als Erster und Einziger eine Zeit unter 1:35 min. In 1:34,987 min war der Italiener nur einen Wimpernschlag langsamer als der Pole-Rekord von 1:34,930 min, aufgestellt im vergangenen Jahr von Toprak Razgatlioglu auf BMW.

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Damit war die Favoritenrolle für die Superpole am Samstagvormittag um 11:15 Uhr klar an Bulega vergeben. Zu Beginn der Session herrschten angenehme 22 Grad Celsius, was sich laut Wettervorhersage im Laufe des Tages auf bis zu 30 Grad steigern kann. Bei der Superpole handelt es sich um ein traditionelles Qualifikationstraining, in dem alle Fahrer 15 Minuten lang Zeit haben, um eine bestmögliche Zeit zu fahren.

Beim neunten Saisonmeeting hat Pirelli den klebrigen SCQ-Reifen im Angebot, der im Qualifying und auch im Superpole-Race am Sonntagvormittag verwendet werden darf. Für den ersten Run verwenden die Piloten oftmals den weichen Rennreifen SCX. Angesichts der knapp bemessenen Zeit waren alle Teilnehmer darauf bedacht, zu Anfang eine solide Runde mit minimiertem Risiko sicherzustellen.

Als die Ampel am Ende der Boxengasse auf Grün schaltete, fuhren die meisten Piloten sofort auf die Piste – BMW‑Pilot Danilo Petrucci schwang sich als Letzter auf sein Motorrad. Für die erste ansprechende Rundenzeit sorgte Garrett Gerloff (Kawasaki) in 1:35,523 min.

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Mit seiner ersten fliegenden Runde unterbot Bulega in 1:34,900 min erwartungsgemäß den Rekord, doch Teamkollege Iker Lecuona verdrängte den Italiener mit einer fantastischen 1:34,676 min auf Platz 2. Hinter den beiden Ducati-Werkspiloten reihten sich zunächst Sam Lowes (Ducati), Alex Lowes (Bimota) und Tommy Bridewell (Ducati) ein. Gerloff wurde auf Platz 9 durchgereicht, damit war der Texaner aber immer noch schnellster der Fahrer eines japanischen Fabrikats.

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Nach maximal zwei schnellen Runden legten die Teilnehmer einen Boxenstopp ein, um sich einen neuen Qualifyer-Reifen montieren zu lassen. Bei noch sechs Minuten gingen die ersten Piloten wieder auf die Piste. Mit Sektorbestzeiten machte Bulega auf sich aufmerksam. Während sich Lecuona nur geringfügig verbessern konnte, brannte der 23-fache Saisonsieger in 1:34,318 min eine überragende Rundenzeit in den Asphalt.

Stürze in der Schlussphase von Tommy Bridewell in Kurve 15 und Lorenzo Baldassarri in Kurve 8 sorgten für gelbe Flaggen, die wiederum anderen Teilnehmern schnelle Runden zunichte machten.

Nur Sam Lowes erwischte noch eine freie Runde, mit der der Marc-VDS-Pilot das Aruba.it-Duo sprengte und sich auf Platz 2 einreihte. Dabei blieb es: Die erste Reihe besteht aus Bulega, Sam Lowes und Lecuona. Die Dominanz von Ducati machten Yari Montella und Alberto Surra auf den Startplätzen 4 und 5 perfekt. Einziger Nicht-Ducati-Pilot in den ersten beiden Reihen ist Alex Lowes (6.) mit der Bimota KB998.

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Hinter den Ducatis von Bridewell und Baldassarri qualifizierte sich Yamaha-Ass Xavi Vierge als Neunter. Für Honda sorgte Jake Dixon als Zehnter für das beste Ergebnis. Garrett Gerloff mit der einzigen Kawasaki wurde auf Platz 12 durchgereicht.

Enttäuschend: BMW erreichte mit Petrucci und Miguel Oliveira nur die Startpositionen 18 und 19. Mit 1,635 und 1,762 sec Rückstand waren die beiden Werkspiloten nur geringfügig schneller als Yamaha-Privatier und Rookie Mattia Rato, der die langsamste Zeit fuhr.

Weil Bridewell auf seiner besten Runde gelbe Flaggen missachtete, bekam der Engländer noch während der Session eine Strafe aufgebrummt und muss im ersten Lauf als Letzter starten. Alle anderen Piloten ab Platz 8 rücken somit um eine Position nach vorn.

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