Kove verliert sein Aushängeschild: 300er-Weltmeister wechselt in die Moto3
Die seriennahe Weltmeisterschaft verliert sein nächstes Talent. 300er-Weltmeister Benat Fernandez verlässt Kove Moto nach der Sportbike-WM 2026 und wechselt in die Moto3.
Benat Fernandez ist eines der großen Talente der seriennahen Weltmeisterschaft. Der Spanier sorgte im vergangenen Jahr mit dem Gewinn der Supersport-WM 300 für den größten Erfolg von Kove Moto und ist 2026 das Aushängeschild der Chinesen in der Sportbike-WM. Nun unterschrieb der Teenager aber für die kommende Saison bei einem Team in der Moto3.
Was wenige wissen: Fernández fährt parallel zur Sportbike-Serie auch den Red Bull Rookies Cup, der im Rahmen der MotoGP ausgefahren wird. Bei noch zwei ausstehenden Events (Misano und Red Bull Ring) führt der 18-Jährige die Gesamtwertung mit drei Siegen und sechs Podestplätzen um 17 Punkte vor dem Japaner Ryota Ogiwara an.
Dass Fernandez Kove verlassen würde, war absehbar. Denn die 450RR ist das schwächste Motorrad in der Einsteigerserie der Superbike-Weltmeisterschaft. Dennoch erzielte der von Efren Vázquez betreute Baske in der umkämpften Meisterschaft zwei Top-10-Ergebnisse und fuhr eine schnellste Rennrunde – zu wenig, um eine Fortsetzung der Zusammenarbeit in Erwägung zu ziehen!
«Ich könnte natürlich nicht glücklicher sein. Dass ich mir für das nächste Jahr einen Platz in der Moto3-Weltmeisterschaft gesichert habe, lässt einen Lebenstraum wahr werden; es ist ein enormer Vertrauensbeweis, der meine Motivation noch weiter steigern wird», kommentierte Fernandez. «Mir ist klar, dass es eine Herausforderung sein wird, aber ich weiß auch – angesichts des bisherigen Verlaufs meiner Karriere –, dass man Ziele Schritt für Schritt erreicht. Ich bin voller Vorfreude, möchte mich aber weiterhin auf den aktuellen Wettbewerb konzentrieren. Wir müssen fokussiert bleiben und die Saison mit derselben Wettbewerbsfähigkeit beenden, die wir bisher gezeigt haben.»
Für den ehemaligen Top-Piloten Vazquez ist der Wechsel seines Schützlings in die Moto3 eine besondere Befriedigung.
«Die erzielte Einigung ermöglicht Beñat den Einstieg in die Weltmeisterschaft – ein Ziel, auf das wir hingearbeitet haben, seit ich sein sportliches Management übernommen habe», sagte der 39‑Jährige. «Ich bin sehr zufrieden, dass wir dies verwirklichen konnten – sowohl für ihn persönlich als auch, weil es die Rückkehr des baskischen Motorradsports in den Grand-Prix-Zirkus bedeutet. In der kommenden Saison hat Beñat die Chance, sein Können auf der weltweit anspruchsvollsten Bühne unter Beweis zu stellen.»
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