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Auf den Spuren von Aegerter: Wie Alessandro Binder seine Karriere plant

In den letzten Jahren hat die kleine Schweiz mehr Vertreter im Grand Prix gehabt als Deutschland. Über die Sportbike-WM ist dies auch das Ziel von Alessandro Binder.

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Alessandro Binder ist eine der aktuellen Schweizer Nachwuchshoffnungen. Nach zwei Jahren (2024 und 2025) im Northern Talent Cup (NTC), der seit diesem Jahr den Namen Moto4 Northern Cup trägt, sah er auf der Moto3-Schiene zunächst keinen zielführenden Weg mehr und wanderte in den Yamaha-R3-World-Cup im Rahmen der Superbike-WM ab.

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Sein Debüt-Rennen auf dem Balaton Park Circuit verlief vielversprechend. Im ersten Lauf raste der 17‑Jährige aus Mellingen als Dritter aufs Podest, im zweiten Rennen verfehlte er dieses als Vierter nur um gut zwei Zehntelsekunden. Danach in Aragón wurden es zwei sechste Plätze, und zuletzt in Donington sah er nach Platz 8 am Samstag tags darauf nach einem Sturz in der letzten Runde auf Platz 2 liegend nicht das Ziel. In der Gesamtwertung ist der Teenager bei drei noch ausstehenden Rennwochenenden auf Rang 7 abgerutscht.

Zum Motorradsport gekommen ist Alessandro Binder durch seinen Vater, der einst auch Motorradrennen fuhr. Nach einem Besuch der MotoGP in Mugello 2019 war er so infiziert, dass er noch im selben Jahr an einem Schnuppertraining zum deutschen ADAC Mini Bike Cup in Ettlingen teilnahm. 2020 stieg er in die Einsteigerserie ein und wurde ein Jahr später bereits Gesamtdritter.

Danach ging es für zwei Jahre nach Italien in die MiniGP-Serie sowie in den Northern Talent Cup. Da er auf der Moto3-Schiene vor allem aus finanzieller Sicht nicht weiterzukommen glaubte, möchte er nun über den R3-World-Cup im nächsten Jahr in die Sportbike-WM aufsteigen. Über diesen Umweg will er in die ab 2028 reformierte Moto3-WM mit dann ebenfalls Einheitsmotorrädern zurück ins GP-Paddock umschwenken. «Das wäre mein perfektes Bild, von der Sportbike-WM in die Moto3-WM», erklärte er gegenüber SPEEDWEEK.com. Und weiter: «Wenn das nicht funktioniert, dann würde ich auch versuchen, im Superbike-Paddock, weiter hochzukommen.»

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Nach seinem hoffnungsvollen Saisonauftakt 2026 war er gleich leicht euphorisch und sprach vom Saisonziel Titelgewinn und dem damit verbundenen fixen Startplatz in der Sportbike-WM 2027, doch dazu bedarf es mehr als nur ein Anknüpfen an seine Leistungen in Ungarn. Nach den ersten drei Meetings liegt er 31 Punkte hinter dem Gesamtführenden Xarly Mendez aus der Dominikanischen Republik zurück. Andererseits ist erst Saisonhalbzeit.

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