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Misano: Bujosa gewinnt, Kratochwil vom letzten auf den vierten Platz
MotoGP-Champion Marc Marquez bewies am Sprint-Samstag in Misano einmal mehr seine Überlegenheit. Wie zuletzt übernahm der Ducati-Frontmann sofort das Kommando und sprintete weltmeisterlich zum Sieg.
Im Qualifying hatte sich Marc Marquez hinter Aprilia-Herausforderer Marco Bezzecchi anstellen müssen. Doch mit dem zweiten Startplatz hatte sich der Weltmeister eine Ausgangsposition geschaffen die wie zuletzt in Spanien gut genug war um die Sache schnell unter Kontrolle zu bringen.
Von Platz 2 aus sprintete Marc Marquez hart auf den ersten Bremspunkt zu und überrumpelte erneut den nicht so perfekt gestarteten Italiener. In den ersten Passagen klebte Bezzecchi noch am Heck der Nummer 93 – doch einen Weg fand weder der WM-Dritte noch irgendein anderer MotoGP-Athlet vorbei.
Marc Marquez: «Ich wollte von Beginn an führen, auch wegen der Reifenwahl mit dem Medium-Reifen und «Bez» auf den weichen Reifen. Ich bin dafür ein hohes Risiko eingegangen und habe gepusht.»
Der Vorsprung stieg Zehntel um Zehntel an– in der ersten Hälfte des Sprint über 13 Runden fuhr allein der Weltmeister 1:30er-Rundenzeiten – und das auf dem mittleren Hinterreifen. Dann legte Bezzecchi nach, wurde schneller, während Marquez eine Verschnaufpause einlegte. Die dauerte allerdings nicht lange. Als Bezzecchi den Rückstand halbiert hatte, beschleunigte der Champion wieder und brach den Wiederstand mit der schnellsten Rennrunde von 1:30,7 min.
Der Lenovo-Pilot, der in Misano seinen 21. Sprint-Sieg vor den Augen der Tifosi feierte, weiter: «Dann war es reine Frage von Risikomanagement. Als ich die Lücke da war, habe ich mich etwas entspannt. Doch dann wurde der Vorsprung wieder weniger und ich musste das Risiko wieder erhöhen. Ich bin super happy über den Sieg – doch morgen ist der wichtigere Tag», so der überragende Pilot in Misano.
Zu seiner durchaus mutigen Reifenwahl erklärte der Sieger: «Die Entscheidung dazu fiel erst im Grid, aber mit Ducati hatten wir uns das gut überlegt und vorab verstanden, dass die Unterschiede zwischen weich und medium nur minimal sind – mir war klar, dass ich mit dem Medium alle Möglichkeiten hatte, unter die ersten drei zu fahren – und auch zu gewinnen.»
Marquez nächster Triumph im Rossi-Land würzte den WM-Cocktail weiter nach. Der Weltmeister liegt nun nur noch 14 Punkte hinter Jorge Martin, der allerdings mit Platz 3 Schadensbegrenzung betrieb. Zwischen sich und Verfolger Bezzecchi liegen nach dem Misano-Sprint nun acht Punkte.
Auch Ducati wird sich beim Weltmeister bedanken. Nach dem dritten Sieg in Folge robbte sich das Projekt aus Bologna bis auf 12 Punkte an den Widersacher aus Noale heran.
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