Superbike WM • Neu
Ungewohnte Uhrzeit: Erster Superbike-Lauf in Most live ab 14:00 Uhr
Alex Lowes wird mit einem Wechsel zu Honda in Verbindung gebracht. Der Bimota-Pilot zeigt sich davon allerdings wenig begeistert und betont seine enge Bindung zum Provec-Team.
Die Gerüchteküche im Fahrerlager der Superbike-WM läuft auf Hochtouren: Honda soll für die Saison 2027 an einer Neuaufstellung arbeiten und dabei auch Alex Lowes ins Visier genommen haben. Neben einem möglichen Wechsel des Briten ins Werksteam kursieren zudem Spekulationen über ein zusätzliches Satelliten-Projekt für Somkiat Chantra.
Klar ist, dass sich Honda mit der Fahrerpaarung Jake Dixon und Somkiat Chantra keinen Gefallen getan hat. Keiner der beiden Piloten brachte Erfahrung in der Superbike-WM mit. Ein erfahrener Pilot wie Lowes wäre auf dem Papier ein logischer Kandidat für das strauchelnde HRC-Projekt. Der 35-Jährige bringt reichlich Erfahrung von Yamaha, Kawasaki und inzwischen auch Bimota mit. Trotz seines Alters zählt er nach wie vor zu den konkurrenzfähigen Fahrern im Feld und hat Teamkollege Axel Bassani im internen Duell meist im Griff.
Doch der Brite selbst klingt nicht so, als würde er einen Wechsel zu HRC forcieren. Im Gegenteil: Lowes machte im Rahmen des Rennwochenendes in Most deutlich, dass ihn die aktuelle sportliche Situation von Honda nicht besonders reizt. Der japanische Hersteller ist in der laufenden Saison der Superbike-WM aktuell abgeschlagen Letzter der Herstellerwertung.
«Ich weiß noch nicht, was nächstes Jahr passiert. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich besonders viel Lust auf das Honda-Team habe», erklärte Lowes offen. Stattdessen betont er seine enge Verbindung zum Provec-Team und zum noch jungen Bimota-Projekt. Seit der Rückkehr der italienischen Marke in die Superbike-WM begleitet Lowes die Entwicklung der KB998 Rimini und gilt intern als wichtige Führungsfigur.
«Ich bin happy bei Bimota und fühle mich als ein Teil der Familie. Ich habe viel in dieses Projekt gesteckt», erklärte der Engländer. «Im Rennsport hängt viel vom richtigen Timing ab. Wenn man jede Woche gewinnt, ist es einfach, das Positive zu sehen. Dann sind einem auch alle positiv eingestellt. Doch wenn man richtig hart kämpfen muss, um fünfte oder siebte Plätze zu holen, während andere bessere Ergebnisse holen, dann ist es nicht einfach.»
Gerade diese schwierigen Phasen hätten das Team zusammengeschweißt. Lowes lobte ausdrücklich die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft und stellte klar, dass er weiterhin großes Vertrauen in das Projekt besitzt.
«Mein Eindruck ist, dass ich an jedem Wochenende sehr viel aus dem Motorrad herausholen kann. Das ist aber nicht nur auf mich zurückzuführen sondern auch auf die Arbeit vom Team und den Leuten um mich herum. Ich mag mein Umfeld sehr. Deshalb sehe ich keinen Grund für einen Wechsel», hielt Lowes fest.
Ganz ausschließen wollte der Bimota-Pilot Gespräche mit anderen Herstellern dennoch nicht. «Es ist es toll, andere Optionen im Paddock zu haben», bemerkte er mit einem Schmunzeln und signalisierte, dass er seine Karriere fortsetzen möchte: «Ich bin noch nicht bereit, um meine Frau Zuhause zu nerven.»
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