Schreckmoment für Sam Lowes: «Beinahe über meinen Fuß gefahren!»
Ölverlust im FP1 der Superbike-WM in Most kreierte für Ducati-Pilot Sam Lowes eine heikle Situation: Der Brite rutschte von der Fußraste und wäre beinahe über seinen eigenen Fuß gefahren.
Mit der drittschnellsten Zeit deutete Marc-VDS-Pilot Sam Lowes am
«Ich kenne das genaue Problem nicht, aber ich weiß, dass sie während der Session das Kurbelgehäuse wechseln mussten», kommentierte Lowes das Problem an seiner Ducati Panigale V4R. «Meine Mechaniker haben einen großartigen Job gemacht, denn es war heiß, und es gab viel Rauch sowie viel Öl.»
«Erstaunlicherweise hatte das Motorrad am Ende gar nicht so viel Öl verloren, als wir den Ölstand kontrolliert haben. Aber ich war komplett mit Öl bedeckt», staunte der ehemalige Grand-Prix-Pilot. «Es fühlte sich an, als wäre das ganze Öl aus dem Motor ausgelaufen. In Wirklichkeit war es nur eine kleine Menge, aber sie war überall verteilt.»
Fuß rutschte von der Fußraste
«Ich hatte wirklich Glück, dass ich beim Anbremsen der vorletzten Kurve die schwarze Flagge sah und sofort anhalten konnte. Die LED-Panels haben dort einen richtig guten Job gemacht, weil ich die Anzeige sofort wahrnahm und deshalb das Gas wegnahm und an die Box kam. Hätte ich das Signal verpasst und wäre in Kurve 1 eingelenkt, hätte ich stürzen können. Das war wirklich positiv. Die Panels ziehen schneller die Aufmerksamkeit auf sich als die Flaggen. Das hat mich im Grunde gerettet», lobt er die gut sichtbaren digitalen Flaggensignale.
Bevor Lowes die Hinweise erkannte, hatte er einen großen Schreckmoment. «Ich rutschte mit dem Fuß von der Raste. Das passierte in der letzten Rechtskurve, ich glaube Kurve 16 – dort im letzten Sektor. Mein Fuß rutschte weg und ich wäre fast darüber gefahren. In diesem Moment dachte ich nur: ‘Komm schon Sam, konzentrier dich, es ist erst die dritte Runde der Session.’ Ich dachte, es läge an mir, daran, dass ich mich erst aufwärmen musste. Aber das war es nicht. Der Grund war das Öl, das sich überall verteilt hatte. Im Nachhinein ließ mich das wenigstens etwas besser fühlen», schilderte der Brite mit einem Lächeln.
«Mein Fuß rutschte weg, und ich dachte nicht sofort an Öl. Ich dachte eher daran, dass diese Strecke im Vergleich zu Balaton in den ersten Runden ziemlich holprig ist – diese Bodenwellen machen das Motorrad nervöser. Deshalb erwartete ich so etwas ein Stück weit. Hier ist es im FP1 immer so, dass man etwas ruhiger anfangen muss. Ich dachte also zunächst, es läge daran. Aber nein, daran lag es nicht», kommentierte der Ducati-Pilot.
Platz 3 am Freitag: Podium ist realistisch
Der Nachmittag verlief geordneter. Lowes absolvierte einen Longrun und fuhr danach die drittschnellste Zeit. «Ich bin zufrieden mit dem Tag. Ich absolvierte am Nachmittag einen längeren Run. Ich war ein paar Mal etwas weit in Kurve 1, hatte einige langsamere Runden, aber im FP2 kamen trotzdem 18 Runden zusammen. Ich mache meinen Job, ich arbeite hart, und insgesamt war es ein positiver Tag. Uns fehlt noch ein bisschen etwas, aber es ist nicht schlecht, wirklich nicht schlecht», bilanzierte Lowes.
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