Nicolo Bulega nach Crash: Streckenposten erklärte ihm, was er zu tun hat
Zwischen den Superbike-WM-Events in Ungarn und Tschechien absolvierte Nicolo Bulega mit Ducati einen MotoGP-Test. Er versicherte, dass seine Fehler am Freitag in Most nichts damit zu tun haben.
Fehler sind bei Nicolo Bulega rar gesät, am Trainings-Freitag in Most leistete er sich gleich zwei. Zuerst nahm er im FP2 zwischen Kurve 6 und 7 eine Abkürzung und pflügte durch den Kies. Ein paar Minuten später hatte er in Kurve 1 einen harmlosen Ausrutscher. Das Ducati-Ass konnte die Panigale V4R zwar an die Aruba-Box zurückbringen, doch das Training war vorzeitig beendet, weil die Maschine nicht so schnell repariert werden konnte.
Obwohl Bulega in dieser Session lediglich sechs fliegende Runde fuhr, war am Ende nur Kawasaki-Werksfahrer Garrett Gerloff um 0,066 sec schneller. «Ich habe das Limit in Kurve 1 gefunden, das ist gut», grinste Bulega, der seit 16 Rennen in der Superbike-WM unbesiegt ist. «Ein kleiner Sturz mit großem Schaden, drum musste ich in der Box bleiben. Unglücklicherweise konnte ich nicht viele Runden drehen, aber wir haben ein paar gute Informationen für Samstag.»
Bulega brauchte das Einverständnis
In der TV-Übertragung war zu sehen, wie Bulega mit einem Streckenposten diskutierte, bevor er seine Ducati auf der Servicestraße zurück an die Box brachte. «Seit diesem Jahr gibt es eine neue Regel der FIM», erklärte der WM-Führende. «Diese besagt, dass du nach einem Sturz das Einverständnis des Streckenpostens brauchst, um auf die Rennstrecke zurückkehren zu dürfen. Ich hatte viele Steine in der Verkleidung, deshalb fragte ich, ob ich zurück auf die Piste darf.»
Ich fragte, ob ich zurück auf die Piste darf.nicolo bulega
Im Vorfeld von Most hatte Bulega einen Test mit der nächstjährigen MotoGP-Maschine von Ducati mit 850 ccm in Mugello in Italien. Da für 2027 Michelin und Pirelli die Plätze tauschen und dann in der Prototypen-Klasse die Reifen aus Mailand zum Einsatz kommen, fiel Bulega der Umstieg wesentlich leichter als im Vorjahr, als er sich an die Michelin-Pneus anpassen musste.
«Die MotoGP-Reifen von Pirelli sind etwas anders als jene der Superbikes, letztlich stammen sie aber aus derselben Familie», verdeutlichte der 32-fache Laufsieger. «Bereits nach wenigen Runden mit der MotoGP-Maschine fühlte ich mich sehr ähnlich wie auf dem Superbike. Deshalb ging es auch in Most ab der ersten Runde gut, die Reifen vermitteln ein sehr ähnliches Gefühl.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach