Das halten Bautista, Rea, Toprak vom neuen SCQ-Reifen
Beim Saisonauftakt der Superbike-WM 2022 im MotorLand Aragón feierte auch der neue SCQ-Reifen von Pirelli in der Superpole und auch im Superpole-Race seine Premiere. Die Meinung der Piloten ist gemischt.
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Doch beim Meeting in Aragón vertrauten nur sieben von 25 Piloten dem SCQ zu, dass er für das Sprintrennen geeignet ist. Die Top-Piloten waren sich einig und wählten den SCX-Reifen.
"Ich habe den neuen Reifen in den Trainings über acht Runden gefahren, nach fünf Runden spürte ich einen Drop", erklärte Weltmeister Toprak Razgatlioglu (Yamaha). "Für die Superpole ist der Reifen nicht schlecht, weil er mir eine unglaubliche Rundenzeit und auch einen neuen Rekord ermöglichte. Das Gefühl ist nicht wie bei einem echten Qualifyer-Reifen, aber ich bin mit diesem Reifen zufrieden. Beim Reifen ist es wichtig, dass das Wetter gut ist."
"Es ist definitiv ein Reifen, der in der Mitte liegt und kein 100-prozentiger Qualifyer-Reifen, hält aber länger. Er ist ein Vorteil, wenn man auf seiner schnellen Runde gelbe Flaggen hat, weil man dann einen weiteren Versuch hat", erklärte der 113-fache Laufsieger Jonathan Rea (Kawasaki). "Man schafft dann immer noch eine anständige Zeit, anstatt mit einem kaputten Reifen eine Schrottrunde zu fahren. Aber für das Superpole-Race ist er für uns noch keine Option. Unser Bike geht nicht so gut mit ihm um, außerdem habe ich ein durchschnittliches Gewicht, man muss mit diesem Reifen ziemlich sanft agieren. Vielleicht können wir ihn an einem heißen Wochenende einsetzen."
Tatsächlich kommen bei hohen Asphalttemperaturen zumeist sehr weiche Reifen zum Einsatz, weil die härteren Gummimischungen unter der Belastung zum Aufreißen neigen.
WM-Leader Álvaro Bautista (Ducati), der das Superpole-Race und den zweiten Lauf mit dem SCX-Reifen gewinnen konnte, sieht es ähnlich wie Rea.
"Wir haben den SCQ im FP2 versucht. Ich bin acht Runden gefahren und die Pace war nicht so schlecht. Um ihn jedoch im Superpole-Race einzusetzen, müssen wir noch etwas mehr mit dem Reifen arbeiten", sagte der Spanier. "Grundsätzlich ist eine gute Idee von Pirelli, denn früher konnte man mit dem Q-Reifen nur eine Runde fahren, und wenn man dann einen Fehler macht, bekommt man keine weitere Chance. Mit diesem Reifen kommen Sie je nach Strecke auf zwei oder drei Runden. Ich denke, dieser Reifen ist besser."
Dass man den SCQ-Reifen sehr wohl über die Distanz bringen kann, bewies Honda-Pilot Iker Lecuona mit Platz 7. Auch Superbike-Rookie Philipp Öttl (Go Eleven Ducati) äußerte sich positiv. "Ich habe ein paar Fahrer gemacht, meine Pace war aber ähnlicher der Piloten in den Top-10."
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