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Marco Melandri (3./Ducati): «Ständig in Sturzgefahr»

Nach Platz 4 am im ersten Aragón-Lauf eroberte Marco Melandri im zweiten Rennen am Sonntag den dritten Platz auf dem Podium. Der Ducati-Pilot war froh, es ohne Sturz ins Ziel geschafft zu haben.

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Es war dasselbe Bild wie schon auf Phillip Island und in Buriram: Sobald Marco Melandri auf den langen Geraden im MotorLand Aragón den Luftstrom eines Gegners kreuzte, schaukelte sich sein Ducati Panigale R bedrohlich auf. Der Effekt ist so massiv, dass der 34-Jährige das Gas schließen muss, um Schlimmeres zu verhindern.

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Dabei sah sich Melandri nach dem Gewinn der Superpole eigentlich auf der Siegerstraße. "Es ist frustrierend, wenn man den Speed zum Sieg hat, aber kein Überholmanöver durchführen kann. Immer, wenn ich aus dem Windschatten ausscherte, wurde mein Bike extrem instabil und schaukelte sich auf", erzählte der frustrierte Italiener im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Einmal wäre ich auf der Geraden sogar gestürzt, als ich aus dem Windschatten von Johnny kam. Wenn man weiß, dass man gewinnen könnte, aber machtlos ist, ist es schwierig, ein Rennen zu Ende zu fahren. Selbst auf der letzten Runde, als ich schon deutlich zurücklag, wäre ich beinahe noch einmal gestürzt."

Dass es Melandri im zweiten Lauf dennoch als Dritter auf das Podium schaffte, ist seinem ausgewiesenen Fahrtalent zu verdanken. "Platz 3 ist ok, aber letztendlich nicht das, was ich in Aragón erreichen wollte", knurrte der Vizeweltmeister von 2011. "Wie schon am Samstag war es auch im zweiten Rennen gruselig. Ich musste immer in den Rasten stehen, denn sobald ich mich kurz setze, beginnt sich die Ducati aufzuschaukeln. Das ist nicht einfach und ich verstehe das auch nicht. Ducati schuftet unermüdlich an einer Lösung, hat sie aber noch immer nicht gefunden."

Weil seine WM-Rivalen Jonathan Rea und Chaz Davies in beiden Aragón-Rennen jeweils vor ihm ins Ziel kamen, liegt Melandri nach den Plätzen 4 und 3 in der Gesamtwertung bereits 18 Punkte hinter WM-Leader Jonathan Rea.

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Melandri hofft, dass sein Ducati-Team bis zum Meeting in Assen in einer Woche eine Lösung für das Fahrwerksproblem findet. "Denn Assen war schon letzte Saison eine schwierige Strecke für uns", erinnerte sich der Italiener. "In den paar Tagen müssen wir irgendwas sinnvolles probieren."

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