Montella (2.): Mit gesicherter Zukunft und neuer Schwinge zu erstem Sieg?
Yari Montella landete im FP2 in Donington auf Rang 2. Weshalb es für ihn in der Superbike-WM 2026 so gut läuft und was sich das Barni-Team einfallen lässt, um die Ducati-Werksfahrer zu ärgern.
Yari Montella fährt bislang eine starke Superbike-Saison 2026. In der Gesamtwertung ist er als Dritter der erste Verfolger der beiden Ducati-Werksfahrer Nicolo Bulega und Iker Lecuona. Am ersten Tag in Donington stellte der Barni-Pilot ein weiters Mal unter Beweis, dass er sich auf der Panigale V4R pudelwohl fühlt. Im FP1 am Freitagvormittag landete er auf Rang 6, das FP2 am Nachmittag beendete er mit zwei Zehntelsekunden Rückstand auf WM-Leader Bulega auf Rang 2.
«Es war ein normaler Freitag. Am Vormittag hatten wir noch einige Probleme mit dem Motorrad, am Ende konnten wir es aber lösen. Am Nachmittag war es gut und ich habe es genossen», lautete das Resümee von Montella zu Tag 1.
Weshalb ist Montella in dieser Saison so stark? «2026 ist anders. Ich bin ein komplett anderer Fahrer, ich bin schneller als letztes Jahr und viel konstanter geworden», gab der 26-Jährige zu verstehen. «Wir sind Dritter in der Meisterschaft, ich habe meinen Vertrag mit Barni um ein weiteres Jahr verlängert – meine Zukunft ist gesichert. Das hilft mir, um mehr zu pushen und gleichzeitig ruhiger zu sein. Ich kann mich vollkommen aufs Fahren konzentrieren und versuchen, so schnell als möglich zu sein.»
Sieht Montella in Donington die Chance, die Aruba-Piloten zu ärgern bzw. das Duo zu sprengen? «Ich hoffe es», lachte der Italiener. «Am Ende arbeiten wir darauf hin. Wie man sehen konnte, haben wir aus diesem Grund beim Motorrad auch eine neue Schwinge ausprobiert. Wir versuchen alles, um einen Schritt zu machen und die Lücke zur Spitze zu schließen. Wir hatten einen guten Freitag, die Pace und die Rundenzeiten waren gut.»
Suter-Schwinge soll Schritt nach vorne bringen
Im Gegensatz zu den Werksfahrern, die mit der Standardschwinge von Ducati unterwegs sind, haben die Barni-Piloten Montella und Bautista bei ihrer Panigale V4R eine Schwinge des Schweizer Premium-Herstellers Suter verbaut. Ist diese für Montella die bessere Wahl? «Ich denke, mit unserem Bike und meinem Fahrstil ist dies momentan die beste Lösung», bestätigte er. «Wir haben diese in Misano getestet, aber dort war es nicht die gleiche Schwinge, es war damals ein Prototyp. Danach hatten wir vor der World Ducati Week einen weiteren Test in Cremona – das war die gleiche Schwinge, die wir heute im Einsatz hatten. Sie ist ein wenig anders als die, die wir in Misano hatten. Diese war zwar in einigen Bereichen besser, aber auch weniger gut in anderen. Sie hat sehr viel über das Vorderrad geschoben, in Misano bin ich damit zweimal gestürzt. Aber heute hatten wir eine andere Schwinge im Einsatz und ich habe es genossen. Ich hoffe, dass ich es auch am Samstag genießen kann.»
Die neue Suter-Schwinge kommt somit in Donington das erste Mal bei einem Rennwochenende zum Einsatz – Tag 1 war schon mal vielversprechend. Teamkollege Alvaro Bautista landete im FP2 auf Rang 6.
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