Sturz hin oder her: Marc Marquez dominierte den Auftakt zum Deutschland-GP
Marc Marquez stürzte am Freitagvormittag in Kurve 3 über eine Bodenwelle, was ihn nicht daran hinderte, die Tagesbestzeit zu fahren. Der Spanier äußerte Bedenken über sein Renntempo und stapelte tief.
Der «Sachsenkönig» hat seinen Ruf am Freitag einmal mehr untermauert. Mit 1:19,394 min beendete Marc Marquez (Ducati) den Trainingstag als Schnellster vor Raul Fernandez (Aprilia) und Fabio Di Giannantonio (Ducati). Kein anderer Pilot war auf dem Sachsenring erfolgreicher als der Ducati-Star. Der Vormittag verlief zunächst allerdings holprig.
In seiner zweiten schnellen Runde ging Marquez in Kurve 3 zu Boden, ausgelöst von einer neuen Bodenwelle im Asphalt. Selbstkritisch ordnete er den Vorfall ein: «Es war mein Fehler, dass ich die Moto2-Stürze dort nicht besser analysiert habe. In der Moto2 sind zwei, drei Fahrer dort gestürzt, und ich dachte, das habe einen anderen Grund. Aber es war eine große Bodenwelle, sogar der Asphalt hat sich dort etwas gehoben. Man kann die normale Ideallinie nicht nehmen, man muss etwas weiter außen fahren.»
Das Motorrad blieb weitgehend unbeschädigt, Marquez konnte das Training wenig später fortsetzen. Mit Blick auf das 30-Runden-Rennen am Sonntag rät er zur Vorsicht: «Wenn man diese Bodenwelle in Schräglage erwischt, stürzt man.» Für 2027 sieht er eine einfache Lösung: Anstatt den gesamten Belag zu erneuern, müsse man nur gezielt diese eine Stelle ausbessern.
«Wenn ich gewinne, ist das für die anderen eine normale Sache»Marc Marquez
Weltmeister mit neuer Trainingsroutine seit einigen Wochen
Zum körperlichen Zustand berichtete Marquez von einem angepassten Ablauf: Von Januar bis vor Brünn habe er viele Stunden Physiotherapie absolviert, nach Assen trainierte er mehr im Fitnessstudio. Der rechte Arm sei nun frei von Entzündungen, dafür kompensiere er stark über die linke Seite, wo inzwischen mehr Schmerzen auftreten. Täglich trainiere er zwei Stunden.
Zur Startproblematik äußerte sich Marquez gelassen. Seit Assen wurde das Holeshot-Device verboten, auf dem Sachsenring werden die Startplätze entzerrt, zwischen den Reihen liegen nun 12 statt 9 Meter. Auf dem Sachsenring sei das weniger kritisch als in Assen, da man stärker bremse. Auf die Frage nach seinem Gefühl bei der ersten Runde auf heimischem Terrain scherzte er: Es komme ihm zwar leicht vor - «aber schon in der zweiten Runde lag ich im Kiesbett.»
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