Desaster für BMW in Donington – Danilo Petrucci hat keine Erklärung
Tag 1 des Superbike-Events in Donington war für Danilo Petrucci eine Enttäuschung. Auf eine Runde fehlt ihm mit der BMW über eine Sekunde – der Italiener versteht nicht, weshalb er so langsam ist.
Nach seinem schweren Crash in Most musste Danilo Petrucci verletzungsbedingt die Superbike-Events in Aragon und Misano auslassen. In Donington Park sitzt der Routinier wieder auf seiner BMW. Der Italiener will und muss in den nächsten Rennen gute Leistungen zeigen, um auch 2027 auf einer M1000RR zu sitzen.
Petrucci hatte vor dem Rennwochenende in England am 23. Juni die Möglichkeit, in Donington zu testen. Er betonte, dass er den Tag genossen habe und dadurch zudem einen Vorteil habe. Davon war am ersten Tag in Donington nicht viel zu spüren. Im FP1 am Freitagvormittag landete Petrucci mit über einer Sekunde Rückstand auf dem 16. Platz. Im FP2 am Nachmittag lief es noch schlechter – Rang 17, auf WM-Leader Nicolo Bulega (Ducati) fehlten ihm über 1,2 Sekunden. Teamkollege Miguel Oliveira beendete das zweite freie Training gar nur auf Position 20. Somit war Tag 1 in Donington für BMW ein Desaster.
«Wir müssen in erster Linie am Setup des Motorrads arbeiten, um zu verstehen, weshalb wir so langsam sind. Mein generelles Gefühl ist, dass wir nicht wirklich schlecht in einem einzelnen Bereich sind, wir aber mehr oder weniger überall langsam sind. Auf einer Runde ist es über eine Sekunde», schätzte Petrucci die momentane Lage ein. «Es gibt nicht die eine große Schwäche. Vielleicht ist das aber noch ein größeres Problem, weil es keinen speziellen Bereich gibt, wo wir uns verbessern müssen. Es war jetzt aber erst Tag 1 und die Crew arbeitet sehr hart, damit wir am Samstag zumindest in den Top-10 sein können – das ist das Ziel. Natürlich habe ich erwartet, dass ich ein wenig besser sein kann.»
Beim Test am 23. Juni herrschten ähnliche Bedingungen, weshalb es noch schwerer zu verstehen ist, dass sich die BMW-Piloten am Freitag in Donington so schwergetan haben. «Beim Test war ich drei oder vier Zehntelsekunden schneller. Das ist nicht großartig, aber ich war schneller», grübelte Petrucci. «Das Gute ist, dass Miguel und ich die gleichen Dinge sagen. Aber wir beide spüren keinen Unterschied, wenn wir beim Setup etwas verändern – das ist nicht gut. Wie ich schon sagte, gibt es keinen spezifischen Bereich, in dem wir uns verbessern müssen – es ist überall. Wir müssen uns deshalb in jeder Ecke gründlich umschauen.»
Sieht er ein Licht am Ende des Tunnels? «Lass es mich mal so sagen: Wenn ich das Motorrad fahre, pushe ich und ich fühle mich schnell. Am Ende der Runde fehlt mir aber eine Sekunde, um richtig schnell zu sein», meinte Petrucci. «Ich habe keinen Spaß daran, mich in der Rangliste so weit hinten zu sehen. Ich genieße es aber, das Bike auf dieser Strecke zu fahren. Es ist kein Geheimnis, dass wir uns verbessern müssen.»
Nach der langen Verletzungsmisere – wie ist seine physische Verfassung? «Ich habe noch ein wenig Schmerzen in meinem rechten Knie, aber ich fühle mich besser als im Test. Vielleicht wird es schlimmer über die Renndistanz, wenn ich das Bein mehr einsetzen muss. Aber körperlich habe ich momentan keine großen Probleme», gab der 35-Jährige ein Update zu seinem Gesundheitszustand.
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