Toprak von Miller vorgeführt: «Mache immer wieder den gleichen Fehler»
Toprak Razgatlioglu kam im MotoGP-Zeittraining auf dem Sachsenring nicht über Platz 19 hinaus. Der Yamaha-Neuzugang hat einen klaren Schwachpunkt ausgemacht und hofft auf einen großen Schritt.
Für Toprak Razgatlioglu verlief der MotoGP-Freitag auf dem Sachsenring enttäuschend. Der Pramac-Yamaha-Pilot belegte im Zeittraining lediglich Rang 19 und verlor 1,467 Sekunden auf die Bestzeit von Marc Marquez. Damit muss der zweifache Superbike-Weltmeister am Samstag den Umweg über das Q1 nehmen. Razgatlioglu stand klar
Razgatlioglu hatte schnell erkannt, wo die Zeit verloren ging. Vor allem der zweite Sektor mit den langgezogenen Linkskurven bereitete ihm große Probleme. «Ich habe wirklich versucht, die Rundenzeit zu verbessern, aber 1:20,8 Minuten waren heute mein Maximum», erklärte Razgatlioglu. «Vor allem im zweiten Sektor verliere ich viel Zeit, weil dort die langen Linkskurven kommen. Ich verstehe noch nicht genau, warum. Ich muss das Motorrad stärker aufrichten, gebe aber zu früh zu viel Gas und mache dort immer wieder den gleichen Fehler. Dadurch kommt die Rundenzeit nicht zustande.»
Findet Pramac eine Lösung für Razgatlioglus Problem?
Besonders die Passage durch die Kurven 5, 6 und 7 kostete den Yamaha-Piloten wertvolle Zehntelsekunden. «In den anderen Kurven sieht es ganz gut aus. Wenn wir diesen Abschnitt verbessern, können wir einen großen Schritt machen. Allein dort verliere ich fast 0,4 Sekunden», betonte Razgatlioglu.
Ob am Sonntag dennoch Punkte möglich sind, wollte der MotoGP-Rookie noch nicht prognostizieren. Viel werde davon abhängen, ob ihm und seinem Team über Nacht eine Lösung gelingt. «Wenn wir den zweiten Sektor mit den langen Linkskurven verbessern, dann ist es möglich. Aber wir werden morgen sehen. Im Moment verliere ich dort einfach zu viel Zeit.»
Razgatlioglu von Millers Rundenzeiten nicht überrascht
Dass Teamkollege Jack Miller als Fünfter direkt den Einzug ins Q2 schaffte, überraschte Razgatlioglu nicht. «Jack ist hier sehr schnell. Er kennt die Strecke und kennt jede Linie. Das ist normal», sagte der Türke. Für ihn selbst sei der Sachsenring dagegen weitgehend Neuland. «Seit dem Red Bull Rookies Cup 2014 bin ich hier nicht mehr mit einem Motorrad gefahren. Deshalb ist es für mich sehr schwierig. Ich habe mich zwar am Nachmittag in einigen Kurven verbessert, aber die Kurven 5, 6 und 7 bleiben mein größtes Problem.»
Entsprechend intensiv verglich Razgatlioglu die Daten mit denen seiner Markenkollegen. «Wir schauen uns die Daten von Jack und Fabio an. Ich verliere praktisch nur in den Kurven 5, 6 und 7 sowie ein wenig bergab. Dort greift die Traktionskontrolle zu stark ein, das Motorrad beschleunigt nicht richtig und wir verlieren Geschwindigkeit. Wenn wir den zweiten Sektor verbessern, passt der Rest.»
Trotz des enttäuschenden Ergebnisses bleibt der Yamaha-MotoGP-Rookie optimistisch. «Heute habe ich wirklich gepusht, aber das hat nichts verändert. Zuerst muss ich diese Kurven verstehen, dann kommen auch die Rundenzeiten. Ich bin viele Runden gefahren und wir haben viele Daten gesammelt. Jetzt müssen wir das Motorrad verbessern – und ich muss mich in diesen Kurven verbessern. Morgen ist ein langer Tag mit FP2, Qualifying und Sprint. Ich hoffe, dass ich mich steigern kann.»
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