Superbike WM • Neu
Ducati räumt Problem ein: Schwinge der Panigale V4R zu filigran
Das erste Training der Superbike-WM im Autodrom Most wurde von zahlreichen Stürzen überschattet, Alex Lowes sorgte für rote Flaggen. Ducati trotz Fuel-Flow-Limitierung stark, keine BMW in den Top-10.
Nach den
Reifenlieferant Pirelli liefert in Most vergleichsweise harte Mischungen, da die langgezogenen Kurven die linke Flanke des Hinterreifens stark fordern. Die bisher dominanten Ducati-Piloten mussten vor dem Auftakt in Most eine
Im 22 Fahrer starken Feld gibt es in Most zwei personelle Änderungen:
Für Kawasaki-Alleinkämpfer Garrett Gerloff begann das Most-Wochenende holprig. Der US-Amerikaner rutschte nach sieben Minuten in Kurve 1 über das Vorderrad in die Auslaufzone. Die Kawasaki ZX-10RR überschlug sich im Kiesbett, doch Gerloff konnte das Motorrad neu starten und an die Box zurückbringen.
Auch Marc-VDS-Pilot Sam Lowes erlebte keinen planmäßigen Start ins Rennwochenende. Die Ducati Panigale V4R des Briten rauchte, es trat Flüssigkeit aus. Lowes konnte das Motorrad an die Box zurückbringen und berichtete seinen Mechanikern, dass er eine massiven Schreckmoment erlebte.
Es ging hektisch weiter. MGM-Ducati-Pilot Tarran Mackenzie stürzte in Kurve 2 und sorgte für gelbe Flaggen im ersten Sektor. Mackenzie konnte seine Ducati aus eigener Kraft an die Box zurückbringen. Nach einer kurzen Reparaturpause setzte der ehemalige BSB-Champion die Session fort.
WM-Leader Nicolo Bulega gab zu Beginn des FP1 das Tempo vor. Der Italiener umrundete das Autodrom Most in 1:31,416 Minuten und war 0,3 Sekunden schneller als Bimota-Pilot Axel Bassani. Iker Lecuona lag zu Beginn der Session auf der dritten Position.
Alex Lowes war das nächste Sturzopfer des FP1. Der Brite flog in Kurve 20 mit hohem Tempo ab, seine Bimota KB998 Rimini landete in der Streckenbegrenzung. Damit war die Session für Lowes vorzeitig beendet. Das FP1 musste abgebrochen werden, damit die Streckenbegrenzung erneuert werden kann.
Lowes nutzte die Unterbrechung, um über die Strecke ins Paddock zu gehen. Das Autodrom Most hat im Gegensatz zu anderen permanenten Rennstrecken keinen durchgehenden Rettungsweg an der Außenseite. Für Kawasaki und Marc VDS war die Unterbrechung eine gute Nachricht, denn so hatten die Teams mehr Zeit, um die Motorräder wieder herzurichten. Sam Lowes und Garrett Gerloff konnten die Session nach der Unterbrechung fortsetzen.
Iker Lecuona startete mit Schwung in die zweite Hälfte des FP1. Der Spanier verpasste Nicolo Bulegas Zeit um wenige Tausendstelsekunden. Aber auch Bulega legte nach und schraubte die Bestzeit auf 1:31.231 Minuten herunter. Die beiden Werks-Ducatis führten die Wertung an.
Das FP1 signalisierte, dass die jüngste Einbremsung der Ducati Panigale V4R eine überschaubare Wirkung zeigt. Das erste Training ging mit einer klaren Ducati-Bestzeit zu Ende: Nicolo Bulega behauptete sich nach der 45-minütigen Session an der Spitze. Dahinter folgten mit Sam Lowes, Iker Lecuona, Yari Montella und Lorenzo Baldassarri vier weitere Ducatis.
Ein Sturz von Yamaha-Pilot Bahattin Sofuoglu sorgte in der Schlussminute des FP1 noch einmal für gelbe Flaggen. Der Türke verlor beim Anbremsen von Kurve 6 die Kontrolle über seine R1 und rutschte ins Kiesbett. Sofuoglu blieb unverletzt.
Bimota-Werkspilot Axel Bassani war im FP1 erster Verfolger der fünf Ducatis an der Spitze. Auf die Bestzeit verlor der Italiener 0,496 Sekunden. Dahinter folgte Sofuoglu, der vor seinem Sturz schnelle Runden fuhr. Yamaha-Markenkollege Remy Gardner folgte auf der neunten Position. Alvaro Bautista komplettierte die Top-10 mit seiner Barni-Ducati.
Aus BMW-Sicht verlief das FP1 durchwachsen. Danilo Petrucci landete auf der zwölften Position und lag über eine Sekunde zurück. BMW-Ersatzpilot Michael van der Mark reihte sich auf der 16. Position ein.
Die beiden Werks-Hondas landeten erneut am Ende des Feldes. Chantra lag 2,930 Sekunden zurück, Kuuni hatte 3,706 Sekunden Rückstand.
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