Superbike WM • Neu
Kawasaki in den Top-5, aber der Ducati-Vorsprung «nervt» Garrett Gerloff
Als Ersatz für den verletzten Miguel Oliveira gab Michael van der Mark beim Superbike-Meeting in Most ein Comeback im BMW-Werksteam. Der Niederländer schlug sich in Anbetracht der Umstände wacker.
Dass es am Ende ausgerechnet Michael van der Mark sein würde, der am Rennwochenende der Superbike-WM 2026 auf dem Autodrom Most für BMW die besten Ergebnisse einfahren würde, damit hatten wohl die wenigsten im Vorfeld gerechnet – aber auch nicht damit, dass Danilo Petrucci nach einem Sturz im ersten Lauf ausfallen würde.
Van der Mark war bis vergangenes Jahr Einsatzfahrer und hatte keine Mühe, sich in seinem früheren Team zurechtzufinden. Durch seinen Einsatz als Test- und Endurance-Fahrer ist der Niederländer auch weiterhin aktiv und im richtigen Rhythmus. «Zunächst einmal war ich glücklich, wieder im Fahrerlager zu sein. Ich wollte immer Rennen fahren – aber nicht, um jemanden zu ersetzen», betonte der 33-Jährige. «Ich habe einfach ruhig angefangen, meinen Job gemacht und Schritt für Schritt Fortschritte erzielt. Leider hatte Danilo gestern einen schweren Sturz, und ehrlich gesagt fehlten mir danach die Worte. Niemand im gesamten Team hat das verdient. Alle haben so hart gearbeitet und Fortschritte gemacht, und dann einen zweiten verletzten Fahrer zu haben, ist einfach hart.»
Als Zwölfter der Superpole fuhr der BMW-Pilot eine solide Startplatzierung heraus, musste jedoch wegen Missachtung gelber Flaggen im FP3 im ersten Rennen von ganz hinten starten und kreuzte als 14. die Ziellinie. In den Sonntagsrennen sprangen die Plätze 10 und 13 heraus. «Es war nicht gerade einfach, vom Ende des Feldes aus zu starten, aber ich habe es geschafft, ein paar Punkte zu holen. Wir sind fokussiert geblieben und haben uns weiter verbessert», berichtete van der Mark. «Im Superpole-Race habe ich Platz neun nur knapp verpasst, was schade war, weil ich dadurch für das zweite Rennen aus der vierten Reihe starten musste. Trotzdem kam ich ganz gut weg. Für mich war es einfach schön, wieder mit einigen der Jungs kämpfen zu können. Meine Pace war deutlich besser, aber es war noch nicht genug. Dennoch ist es schön zu sehen, dass wir uns in jeder Session gesteigert haben.»
Fix ist: Van der Mark wird Oliveira auch im MotorLand Aragón (29. bis 31. Mai) vertreten. «Davor haben wir in Misano einen wichtigen Test», verriet der Familienvater. «Meine Arbeit als Testfahrer geht weiter, und hoffentlich können wir das Motorrad noch weiter verbessern.»
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.