Günther Steiner zur Formel 1: «Kopf-an-Kopf-Rennen die ganze Saison über»
Der frühere Formel-1-Teamchef Günther Steiner sagt über die Entwicklungsschlacht in der F1 in diesem Jahr: «Ich glaube, es wird über die gesamte Saison hinweg ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben.»
Ist die Formel 1 so eng wie lange nicht? In Miami sahen wir, wie McLaren mit erfolgreichen Upgrades den Abstand auf WM-Leader Mercedes mindestens verkürzte. Im Sprint fuhr das Papaya-Team zum Doppelsieg, im Grand Prix machte Lando Norris immerhin ordentlich Druck auf den späteren Sieger Kimi Antonelli im Mercedes. Upgrades und kleine Veränderungen am Auto können in dieser Phase der Saison noch für große Sprünge sorgen.
Ich glaube, es wird über die gesamte Saison hinweg ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben.Günther Steiner
Der frühere F1-Teamchef Günther Steiner sagte im «Red Flags»-Podcast: «Ich glaube, es wird über die gesamte Saison hinweg ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben. McLaren hat in Miami zahlreiche Upgrades mitgebracht, Mercedes hingegen nicht.» Entsprechend verschob sich das Kräfteverhältnis zumindest im Sprint und mit einem engeren Rennverlauf zumindest leicht in Richtung McLaren (auch wenn Mercedes-Pilot Antonelli gewann).
Mercedes-Upgrade für Kanada
Das könnte sich aber schon im nächsten Rennen wieder verschieben, vermutet Steiner: «Ich denke, Mercedes plant ein großes Upgrade für Kanada, also müssen wir darauf warten. Ich glaube, es ist ein Wettstreit darum, wer mehr und besser entwickelt.» Schon an diesem Wochenende wird in Montreal/Kanada gefahren.
Upgrades machen dieses Jahr großen Unterschied
Der frühere Haas-Teamchef räumt aber ein: «Mercedes liegt immer noch nicht hinten, obwohl sie keine größeren Änderungen am Auto vorgenommen haben, wie es McLaren mit seinen Upgrades getan hat. Wenn man die Upgrades richtig hinbekommt, können sie einen großen Unterschied in der Leistung ausmachen.»
Steiner beobachtet generell, dass Upgrades große Unterschiede machen und der Fight enger ist: «Da es sich um einen neuen Reglementzyklus handelt, lernen die Teams im Moment noch viel dazu. Ich sage also nicht, dass es einfach ist, aber es ist einfacher als in drei Jahren, Leistung aus einem Auto herauszuholen.»
Apropos Günther Steiner: Der frühere F1-Teamchef ist der Formel 1 zwar noch als Experte in Podcasts und TV erhalten und regelmäßig im F1-Paddock dabei. Der Italiener verbringt aber viel Zeit im Fahrerlager der MotoGP, wo er ein Konsortium leitet, das zu dieser Saison ein Team übernommen hat. Im Paddock der MotoGP verkündete er am Samstag in Barcelona einen Deal seines Teams Tech3 mit dem österreichischen Motorradhersteller KTM.
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