Vor seinem ersten Indy500: Mick Schumachers Startposition steht fest
Mick Schumacher hat das IndyCar-Qualifying absolviert, startet von Rang 28 ins legendäre Rennen. Er ist damit der erste Teilnehmer aus Deutschland seit über 100 Jahren. Wie er seine Chancen sieht.
Der frühere Formel-1-Pilot Mick Schumacher hat das Qualifying für die 500 Meilen von Indianapolis am Wochenende erfolgreich durchlaufen, gehört damit offiziell zu den 33 Fahrern, die das legendäre Rennen starten. Und er hat in der Quali auch gleich einige Piloten von der Konkurrenz hinter sich gelassen, auch wenn er den Sprung ins Q2 der Top-12 verpasste. Mick Schumacher geht am Sonntag (18.45 Uhr in Mitteleuropa) von Platz 28 ins legendäre Indy500.
Mick Schumacher fährt seit dieser Saison in der US-amerikanischen IndyCar-Serie, tritt dort für das Team Rahal Letterman Lanigan Racing an. In seiner Rookie-Saison sicherte er sich direkt die Teilnahme am berühmten 500-Meilen-Rennen – und trifft dabei auf einige alte Bekannte, mit denen er auch schon in der regulären IndyCar-Series unterwegs ist.
Gleich mehrere frühere F1-Piloten dabei
Mick Schumacher ist nämlich keineswegs der einzige frühere Formel-1-Pilot, der jetzt im Indy500 an den Start geht: Romain Grosjean fuhr wie Schumi Junior bei Haas. Der Franzose fuhr 179 Formel-1-GPs, also sogar noch mehr als Mick Schumacher (43). Der Schwede Marcus Ericsson fuhr 97 F1-GPs, Takuma Sato 90. Viele Fahrer kennt Mick Schumacher auch aus den Formelsport-Nachwuchsserien, darunter seinen Kumpel Dennis Hauger und Marcus Armstrong.
Erster Deutscher seit über 100 Jahren
Das Qualifying für dieses besondere Rennen ist auch in der Statistik ein Besonderes: Mick Schumacher ist damit nämlich der erste Deutsche nach 103 Jahren im Starterfeld! Mick Schumacher sagte dazu: «In den letzten 100 Jahren sind keine Deutschen bei dem Indy 500 Rennen mitgefahren, bis jetzt. Und als Deutscher jetzt dabei zu sein, ist natürlich ein schönes Gefühl. Und auch, dass so lange keiner mehr dabei gewesen ist, ist natürlich auch verrückt zu denken.»
«Ein verrücktes Rennen»
Für Schumi Junior ist es seine erste Saison in den IndyCar-Autos – hat er da als Rookie überhaupt eine Siegchance? Mick Schumacher gibt zwar an: «Es sind natürlich auch viele Rookies dabei gewesen bis jetzt, die es geschafft haben, zu gewinnen, auch im ersten Jahr. Das waren zehn Rookies, die es damals geschafft haben, bis jetzt im ersten Jahr zu gewinnen. Man kann sagen, dass es vielleicht eine Möglichkeit gäbe, das zu gewinnen.» Er erkennt aber auch an: «Aber man muss auch dazu sagen, das Rennen insgesamt ist ein verrücktes Rennen. Es kann so viel passieren, es sind so viele Boxenstops, die wir machen. Und im Endeffekt gehört auch ein bisschen Glück dazu, einfach in der richtigen Position zur richtigen Zeit zu sein, um dieses Rennen zu gewinnen.»
Schon die Qualifikation war ziemlich chaotisch verlaufen. Sie hätte eigentlich bereits am Samstag beginnen sollen, wurde dann jedoch wegen starken Regens verschoben. Den Sprung in die Runde der Schnellsten Zwölf hatte Mick Schumacher im Q1 (wo die Startpositionen gelost werden, daher das Los-Foto) nicht geschafft. Im Q1 fuhren die Fahrer vier schnelle Runden aus denen im Durchschnitt der Speed berechnet wurde. Startplatz 28 bedeutet für Mick Schumacher Reihe 10.
Von der Pole-Position startet mit Alex Palou ebenfalls aus dem Formel-1-Kosmos bekannter Name, auch wenn er nur ein Training für McLaren absolvierte. Der Spanier fuhr ein Jahr Formel 3 und wurde in den letzten Jahren immer wieder mit einem möglichen Wechsel in die Formel 1 in Vebindung gebracht. Palou gewann das 500-Meilen-Rennen 2025, ist also der Titelverteidiger. Der viermalige IndyCar-Champion startet bereits zum zweiten Mal von der Pole.
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