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Von Moto2 in die Supersport-WM – Albert Arenas hat den Wechsel nicht bereut
Es war der große Aufreger des ersten Superbike-Rennens in Barcelona: Axel Bassani brachte mit einer Revancheaktion in der zweiten Runde seinen Ducati-Kollegen Michael Rinaldi zu Sturz. Der redete anschließend Klartext.
Zum Ende der ersten Runde bremste sich Axel Bassani an Michael Rinaldi vorbei, wenige Kurven später konterte Rinaldi innen. Bassani musste deswegen aufmachen und beschwerte sich gestikulierend. Eine halbe Runde später fuhr Bassani innen an Rinaldi vorbei und berührte ihn, woraufhin der Ducati-Werksfahrer stürzte. Im Kiesbett spendete er seinem Landsmann dafür sarkastischen Applaus.
"Mein Plan war, Alvaro zu folgen und den Hinterreifen zu schonen", schilderte Rinaldi in kleiner Journalistenrunde. "Dann wollte ich sehen, was dabei rauskommt. Mit meiner Rennpace hätte ich dem Papierformat nach leicht Zweiter werden können. Als mich Axel überholte, war ich überrascht. Denn in den Trainings war er verglichen mit der Spitzengruppe ziemlich langsam. Vielleicht wollte er nur mal vorne fahren, denn seine Zeiten gegen Ende waren wirklich schlecht."
"Er ist Privatfahrer, ich bin Werksfahrer, er hat viel Feuer in sich, um mich zu überholen", erzählte Rinaldi weiter. "Als ich sein Überholmanöver konterte war genügend Platz, wir berührten uns aber. Das war ein hartes, aber sauberes Manöver. Das bedeutet, dass der andere Fahrer dabei keine Zeit verliert, nicht stürzt und nicht aufs Grün ausweichen muss. Ich weiß nicht, was das in seinem Gehirn ausgelöst hat. Ich fuhr mit dem Vorteil auf meiner Seite in Kurve 10 und er fuhr in mich – vorsätzlich. So etwas kannst du nur machen, wenn du willst, dass der andere stürzt. Ich crashte, da war kein Platz. An dieser Stelle kannst du nicht überholen, wenn einer außen neben dir ist. Er wusste genau, was er tat."
Den Vorsatz sah auch das "FIM WSBK Stewards Panel" und brummte Bassani einen Long-lap-Penalty auf, wegen dem er auf Platz 5 zurückfiel. Weil zum Schluss sein Hinterreifen ruiniert war, wurde der 23-Jährige
Rinaldi prellte sich beim Sturz die rechte Hand und ließ sich umgehend im Medical-Center behandeln. "Ich hatte insofern Glück, dass nichts gebrochen ist", hielt der 27-jährige aus Rimini fest. "Aber die Muskeln wurden in Mitleidenschaft gezogen, ich werde mich den ganzen Abend behandeln lassen. Das ist inakzeptabel. Und er hatte nicht mal den Charakter, sich bei mir zu entschuldigen. Das lässt ihn noch schlechter dastehen. Es gibt einen großen Unterschied zu den Topfahrern: Wir sehen oft, wie sich Alvaro, Johnny und Toprak berühren, aber so etwas machen sie nicht. Das war ein schmutziges Manöver – aber er hat dabei mehr verloren als ich."
Worauf Rinaldi anspielt: Bereits in der letzten Saison gab es einen Kampf zwischen ihm und Bassani um den zweiten Platz im Ducati-Werksteam neben Bautista. Jeder kann sich ausmalen, dass sich Bassani mit dieser Aktion keine Freunde im Aruba-Team gemacht hat.
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