Superbike-Rückkehr nach Japan: Der Anfang ist gemacht
Neun Austragungsorte der Superbike-WM 2024 stehen fest, weitere drei bis fünf werden hinzukommen. Verhandlungen mit der japanischen Föderation laufen, zwei Rennstrecken kommen in Frage.
George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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Asien ist für alle Motorradhersteller ein sehr wichtiger Markt, der verkaufsstärkste Ducati-Händler der Welt sitzt in Bangkok/Thailand. Fragt man sie nach Wünschen bezüglich neuer Austragungsorte für die Superbike-WM, sind immer die gleichen drei zu hören: USA, Südostasien – und Japan.
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Neun Destinationen der Superbike-WM 2024 stehen bereits fest, die USA werden erneut fehlen. Südostasien ist mit Indonesien vertreten. Es gibt langfristige Ideen, Malaysia und Thailand in den Kalender zurückzubringen, aber nicht für nächstes Jahr. In Japan gastierte die Superbike-WM von 1988 bis 2003 in Sugo, seither fehlt das Mutterland von Honda, Yamaha, Kawasaki und Suzuki im Kalender. Grund dafür sind in erster Linie die hohen Kosten.
Am vergangenen Wochenende hat Markus Reiterberger auf BMW beide Rennen zur Asia Road Racing Championship in Sugo gewonnen und damit die Führung in der Gesamtwertung übernommen.
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Dass Engagements zuhause für die japanischen Hersteller wichtig sind, zeigt sich nicht nur in der ARRC, sondern auch jährlich beim Langstreckenklassiker Suzuka Eight Hours, wo sich allerdings nur noch Honda ein Werksteam speziell für diesen Event leistet.
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Die Zeichen standen gut, dass die Superbike-WM 2024 nach Japan zurückkehrt – erstmals nach Suzuka. Diese Strecke war seit dem tödlichen Unfall von Daijiro Kato 2003 nicht mehr in Betracht gezogen worden, doch mit den Jahren verblasste der Schreckenstag in der Erinnerung.
Dann geschah Anfang August 2022 der verhängnisvolle Sturz von Gino Rea, der den Engländer beinahe das Leben gekostet hat. Die wenig differenzierte Berichterstattung sorgte dafür, dass die beiden Unfälle verglichen wurden, obwohl sie sehr unterschiedlich waren. Dorna will die SBK nicht zwingend nach Suzuka bringen, der MotoGP-Austragungsort Motegi kommt ebenfalls in Frage. Beide Rennstrecken gehören dem Honda-Konzern, Betreiber ist die Mobilityland Corporation.
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Was bei den Verhandlungen hilft: Der Präsident der japanischen Föderation war früher ein hochrangiger HRC-Manager. Und Teamchefin Midori Moriwaki steht Promoter Dorna beratend zur Seite. Ob das reicht, um die Superbike-WM bereits 2024 nach Japan zurückzubringen, bleibt abzuwarten. Alles steht und fällt mit dem Willen von Honda. Bestätigte Austragungsorte der Superbike-WM 2024: Phillip Island/Australien Mandalika/Indonesien Assen/Niederlande Misano/Italien Donington Park/Großbritannien Most/Tschechien Magny-Cours/Frankreich Aragon/Spanien Portimao/Portugal
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