Anthony West operiert am Limit – Yamaha zeigt Herz
Anthony West operiert am Limit – auf der Rennstrecke und auch finanziell riskiert er mehr, als es normale Menschen tun würden. Yamaha hat ein Herz für den Australier.
Finanziell ist Anthony West wahrlich nicht auf Rosen gebettet. Mit einem bezahlten Engagement in der Asiatischen Supersport Serie hält er sich über Wasser, seine spärliche Sponsorengelder investiert er in seine Einsätze in der Supersport-WM.
Für West war es ein Desaster, als sich der Motor seiner Yamaha R6 beim Meeting in Aragón bereits im Training verabschiedete. Das entweichende Öl entzündete sich und richtete massiven Schaden an weiteren Bauteilen an. Das Rennen fand ohne den 35-Jährigen statt. Sein Motorrad steht derzeit zerlegt beim niederländischen EAB-Team, das West bei seinem Unternehmen in Europa unterstützt.
"Ich muss dem Team danken. Während ich nach Thailand zur Asian Road Racing Championship fliege, kümmern sie sich in ihrer Werkstatt um mein Motorrad", sagte der Haudegen. "Wir haben drei Wochen Zeit, um das Bike neu aufzubauen. In Asien verdiene ich Geld, was ich dann wieder in die WM stecke. Für Assen und Imola habe ich das Geld zusammen, für die restlichen sieben Rennen fehlt es mir noch."
Kein Geld muss West für einen neuen Motor aufbringen: Yamaha spendierte dem tapfer kämpfenden Australier zwei nagelneue Motoren. "Es sind Standard-Motoren, die derzeit in England bei einem Experten professionell aufgepeppt werden", freute sich West. "Das motiviert mich zusätzlich, dass ich in Assen mit einen neu aufgebauten Bike und stärkeren Motoren antreten werde! Ich bin WM-Zehnter und kann immer noch Weltmeister werden – auf jeden Fall werde ich es versuchen."
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