Domi Aegerter ohne seinen Crew-Chief: Trotzdem Erster
Supersport-Weltmeister Dominique Aegerter (Ten Kate Yamaha) hat den Trainings-Freitag in San Juan/Argentinien als Schnellster beendet. «Schwer einzuschätzen, wo Baldassarri und Bulega stehen», meinte er.
Mit den Plätzen 5 und 3 hatte Dominique Aegerter aus dem Team Ten Kate Yamaha im Vorjahr auf dem Circuito San Juan Villicum sein schlechtestes Wochenende. Im FP1 am Freitagmorgen, Argentinien ist fünf Stunden hinter MEZ, landete der Schweizer lediglich auf Platz 9. Im FP2 rückte er die Verhältnisse gerade und blieb als Schnellster in der kombinierten Zeitenliste 0,009 sec vor Federico Caricasulo (Althea Ducati).
"Ich mag die Strecke, die ersten Runden brauchte ich aber, um die Bremspunkte und die Ideallinie wieder zu lernen", erzählte Aegerter. "Am Morgen waren die anderen schneller als ich, dann gelang uns ein großer Schritt. Der Level in der Supersport-WM ist hoch, du musst schnell fahren, um in die Top-10 zu kommen."
Domi muss an diesem Wochenende auf seinen normalen Crew-Chief William Huisjes verzichten, weil dessen Lebenspartnerin Ellen ein Baby bekommt. Das Ten-Kate-Team war gut vorbereitet und hatte bereits im Vorfeld eine interne Umstrukturierung vorgenommen.
"Wichtig wird sein, dass ich mich in der Superpole für die erste Startreihe qualifiziere, weil die Zeiten eng beisammen liegen", meinte der 23-fache Laufsieger. "Ich muss auch schauen, dass meine Rundenzeiten für das Rennen noch schneller werden. Das Ziel ist, dass ich meinen Vorsprung in der Weltmeisterschaft ausbaue."
Aegerter liegt vor den Rennen in Argentinien 45 Punkte vor seinem härtesten Widersacher Lorenzo Baldassarri (Evan Bros Yamaha), der Italiener beendete den Freitag lediglich als Elfter.
"Lorenzo und Bulega haben die Strecke nicht gekannt, da ist es schwierig, nach FP2 eine Vorhersage für die Rennen zu machen", hielt Aegerter fest. "Momentan liegen beide etwas hinter mir, am Morgen waren aber beide schneller. Letztlich reden wir momentan nur über eine Rundenzeit in einem freien Training. Ankommen tut es auf das Rennen, ich hoffe, dass wir nicht wieder so eine große Gruppe sein werden wie in Portimao – ich erwarte großartige Kämpfe."
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