MV Agusta von der FIM eingebremst – Schrötter leidet
Der Motorrad-Weltverband FIM hat die Balance-Regel in der Supersport-WM vor dem Event in Magny-Cours angepasst. MV-Agusta-Pilot Marcel Schrötter kann das nicht nachvollziehen.
Laut Reglement kann die FIM die Balance zwischen den verschiedenen Motorradmodellen von einem Training zum nächsten ändern. In der Praxis werden die Maximaldrehzahl oder die Öffnung der Drosselklappen – Ausnahmen vorbehalten – nur alle drei Events angepasst, sofern eine Notwendigkeit geortet wird.
Vor Magny-Cours an diesem Wochenende war es wieder so weit, dieses Mal wurde die Drosselklappenöffnung der MV Agusta F3 800 RR bei hohen Geschwindigkeiten um ein paar Prozent verringert, um so den Topspeed zu reduzieren.
"Wir hatten noch nie das schnellste Motorrad, die würden besser die Ducati einbremsen", klagte Marcel Schrötter SPEEDWEEK.com sein Leid. "Wir sind nur zwei MV Agusta im Feld und es ist ja nicht so, als würden wir alles gewinnen. Aber trotzdem geht man gegen uns vor. Als ob man unbedingt verhindern will, dass ich WM-Dritter werde."
In den bislang 17 Rennen dieser Saison holte Schrötter sechs Podestplätze, Teamkollege Bahattin Sofuoglu vier, darunter der Sieg in Barcelona. In der Gesamtwertung liegen sie auf den Positionen 3 und 5.
In Magny-Cours reißen die beiden bislang keine großen Stücke. Im Qualifying wurde Schrötter 8. und Sofuoglu 17., im ersten Rennen am Samstagnachmittag landeten sie auf den Plätzen 7 und 9.
"Im Rennen hatte ich gehofft, dass ich mich in meiner Gruppe besser behaupten kann", erzählte Schrötter, der zum ersten Mal auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours fährt. "Aber durch ein oder zwei Fehler meinerseits ging der Anschluss verloren. Sobald ich aus dem Windschatten war, hatte ich keine Chance mehr, die Lücke wieder zu schließen. Außerdem habe ich mich nicht sehr wohl gefühlt, ich hatte einige Probleme mit der Front, und auch der Grip ließ nach. Jetzt werden wir versuchen, das zu verbessern, was in unserer Macht steht, damit wir am Sonntag einen Schritt machen, um das Wochenende ordentlich zu beenden. Was den Punktestand angeht, war es wichtig, dass Caricasulo hinter uns ins Ziel kam. Aber wir waren zu weit von den ersten beiden entfernt, das ist nicht leicht zu verkraften."
Aruba-Ducati-Pilot Nicolo Bulega
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